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Yes EU can!

Initiative Lieferkettengesetz

Gemeinsam haben wir erreicht, dass die Bundesregierung im Juni 2021 endlich das deutsche Lieferkettengesetz verabschiedet hat. Das Gesetz ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aber es geht nicht weit genug!

Deshalb wurde mittlerweile eine neue Kampagne der Initiative Lieferkettengesetz unter dem Motto „Yes, EU can!“gestartet. Denn die Europäische Union arbeitet an einem EU-Lieferkettengesetz, das auch die Lücken des deutschen Gesetzes schließen könnte. Damit das funktioniert, braucht das Vorhaben unbedingt Rückenwind aus Deutschland. Lasst uns aus diesem Grund zusammen die neue Petition der Initiative Lieferkettengesetz an Bundeskanzler Olaf Scholz unterstützen!

Ein wirksames EU-Lieferkettengesetz muss mindestens diese Anforderungen erfüllen:

  • Es muss ausnahmslos die gesamte Liefer- und Wertschöpfungskette von Unternehmen erfassen, ohne Ausnahmen und Schlupflöcher;

  • Es muss Unternehmen in Haftung nehmen und Geschädigten endlich die Möglichkeit bieten, erfolgreich vor Gerichten in Europa Schadensersatz gegenüber beteiligten Unternehmen einzuklagen;

  • Es muss Unternehmen verpflichten, auch Umwelt und Klima zu schützen;

  • Es muss eine umfassende Beteiligung der Betroffenen bei der Umsetzung des Gesetzes sicherstellen.

Die Petition und Hintergründe dazu finden Sie /findet Ihr hier:

https://www.weltladen.de/politik-veraendern/mitwirken/petition-an-bundeskanzler-olaf-scholz/

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Quelle der Grafiken: Weltladen Dachverband (https://www.weltladen.de/politik-veraendern/initiative-lieferkettengesetz/)

Weltladentag 2022

⇒ Im Herborner Weltladen schon am 6. Mai! ⇐

MÄCHTIG unfair     

Menschen sollten weltweit von ihrer Arbeit gut leben können, oder? Leider ist dies oft nicht der Fall. Globale Lieferketten sind geprägt von ungleichen Machtverhältnissen. Am Weltladentag am 14. Mai 2022 verbreitet die Weltladen-Bewegung: “Das ist mächtig unfair!” und fordert ein Verbot von Dumping-Preisen.

Im Jahr 2021 hat die Weltladen-Bewegung zusammen mit anderen Akteuren aus dem Fairen Handel und der Zivilgesellschaft wichtige Meilensteine erreicht. Mit dem Lieferkettengesetz und dem Gesetz gegen unfaire Handelspraktiken hat die Bundesregierung 2021 zwei zentrale politische Anliegen endlich umgesetzt. Mit dem Weltladentag am 14. Mai 2022 will die Weltladen-Bewegung nun auf die nächsten Meilensteine hinwirken.

Denn: Schlechte Arbeitsbedingungen, Niedriglöhne und Menschenrechtsverletzungen sind noch immer Teil des Alltags vieler Menschen weltweit. Besonders absurd erscheint es, wenn einzelne Unternehmen immense Gewinne machen, während Produzent*innen am Anfang der Lieferkette um ihre Existenz kämpfen. Oft erhalten sie für ihre Bananen, ihren Kaffee, Kakao oder ihre Milch viel zu niedrige Preise, mit denen sie nicht einmal die Produktionskosten decken können. Der großen Macht- und Verhandlungsposition der Unternehmen können die Produzent*innen oft nichts entgegensetzen. Die Corona-Krise hat dies noch verstärkt. Weltläden in ganz Derutschland machen rund um den Weltladentag darauf aufmerksam: Das ist MÄCHTIG unfair!

Deshalb fordert die Weltladen-Bewegung: Dumping-Preise, die nicht einmal die Produktionskosten decken, müssen verboten werden! Stattdessen braucht es endlich eine gerechte Verteilung der Gewinne entlang der Lieferkette und existenzsichernde Einkommen weltweit.

Der Faire Handel macht es anders

Während der Corona-Krise sind Fair-Handels-Unternehmen an die wirtschaftliche Schmerzgrenze gegangen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Im Fairen Handel steht der Mensch im Mittelpunkt des Wirtschaftens. Die Organisationen des Fairen Handels versuchen, den bestehenden Machtungleichgewichten entlang der Lieferkette entgegenzuwirken. Produzent*innen werden bestärkt, für ihre Rechte einzutreten, damit eine echte Handelspartnerschaft entstehen kann. Fairer Handel bedeutet:

  • Partnerschaftlicher Umgang und gemeinsame Lösungsfindung, vor allem in Krisenzeiten
  • Verhandlungen und Preise, die im Dialog miteinander entstehen
  • Transparenz durch Muster-Kalkulationen
  • Stärkung von Gewerkschaften
  • Beteiligung an Genossenschaften
  • Förderung der Wertschöpfung vor Ort
  • Planungssicherheit durch langfristige Zusammenarbeit

Uns ist es wichtig, dass wir den Erzeuger*innen immer Preise zahlen, die deutlich über der Kostendeckung der Ernte- bzw. Herstellungskosten liegen. Thomas Hoyer, WeltPartner eG

Preise werden im Fairen Handel möglichst transparent und im Dialog miteinander gebildet. Der Faire Handel will zu Arbeitsbedingungen beitragen, die den Produzent*innen eine nachhaltige Produktion und eine angemessene Gewinnmarge ermöglichen. Existenzsichernde Einkommen und Löhne spielen dabei eine zentrale Rolle.

Es erfolgt eine partnerschaftliche Preisfindung und es werden Mindestpreise und Prämien für gemeinschaftliche Projekte und Aufpreise für biologisch angebaute Produkte gezahlt. Damit können die Produzent*innen Mehrarbeit und zusätzliche Kosten abdecken, die durch eine Umstellung auf biologischen Anbau entstehen.

Der Weltladen-Dachverband hat einige Fair-Handels-Unternehmen gefragt, wie es ihnen gelingt, trotz Preis- und Kostendruck faire Handelsbeziehungen gestalten:

Interview mit Thomas Hoyer von WeltPartner eG

Interview mit Dr. Ina Schicker der Weltläden Iller-Lech und Jens Klein von Café Chavalo zum Kaffee aus Solidarischer Landwirtschaft

Interview mit Melanie Frassen von fairafric

Interview mit Amos Bucher von fairfood Freiburg

Interview mit Gabi Ludwig von handtrade

Interview mit Veselina Vasileva von der GEPA

Interview mit Eliott Martin von Moogoo Creative Africa

Testsieger “Faires Pfund Bio Kaffee”

20.10.2021 – Bestnote “Sehr gut” bei “Kaffeeanbau/Transparenz” | über die Hälfte der Kaffees fiel durch

Wuppertal. „Das beste Produkt im Test“: In der aktuellen November-Ausgabe der Zeitschrift ÖKO-TEST hat der Bio-Kaffee „Faires Pfund“ von Fair Trade-Pionier GEPA mit der Bestnote „gut“ als Testsieger abgeschnitten. Insgesamt fielen 14 von 20 untersuchten gemahlenen Kaffees durch. 
Auch in der Einzelkategorie „Kaffeeanbau/Transparenz“ konnte der GEPA-Kaffee als einziger mit der Bestnote „sehr gut“ überzeugen, wie auch ÖKO-TEST positiv hervorhebt. Hier gingen die sechs Bio-Anbieter im Gegensatz zu konventionellen Anbietern mit gutem Beispiel voran. Am schlechtesten im Testergebnis „Kaffeeanbau/Transparenz“ schnitten Kaffees namhafter Marken ab. Laut ÖKO-TEST zählt der „Faires Pfund Bio Kaffee“ auch in Sachen Inhaltsstoffe zu den Besten im Test. (Kategorien „Inhaltsstoffe“ und „Sensorik“ jeweils die Einzelnote „gut“), viele Kaffees landeten dagegen im Mittelfeld oder sogar bei Note „ausreichend“ und „mangelhaft“. Abwertungen gab es bei allen Kaffees für den Nachweis von Furan, das beim Rösten entsteht. 

ÖKO-TEST: Transparenz Voraussetzung für Menschenrechte und Umweltschutz

Verantwortung bei Menschenrechten und Umweltschutz geht für ÖKO-TEST mit Transparenz einher. Deshalb mussten die 
20 Kaffee-Anbieter einen umfangreichen Fragebogen zu allgemeiner sozialer und ökologischer Unternehmensverantwortung, menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten, Risikomanagement sowie Rückverfolgbarkeit ihrer Lieferkette ausfüllen. Diese Themen stehen für die GEPA und ihre Handelspartner an erster Stelle. Daher konnte der Vorreiter im Fairen Handel seine Aussagen durch Fairtrade- und Bio-Zertifikate, Lieferdokumente und Verweise auf www.gepa.de lückenlos belegen sowie seine Fair plus- Punkte bei der Zusammenarbeit mit Handelspartnern darstellen. 

Klimawandel hat die ökonomische Lage von Kleinbäuer*innen weiter verschlechtert

Im Hintergrundartikel „Kaffee ist alle“ geht ÖKO-TEST auf die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels für Kaffee ein: Viele Arten sind vom Aussterben bedroht, Schädlinge und Krankheiten wie der Kaffeerost nehmen zu. Im Artikel wird auch GEPA-Einkaufsmanager Kaffee, Kleber Cruz Garcia, befragt. Er sieht die Schuld bei der Verbreitung von Kaffeerost vor allem bei den niedrigen Kaffeepreisen: „Wenn die Kosten des Kaffeeanbaus die Einnahmen aus dem Verkauf übersteigen, werden die Kaffeepflanzen nicht mehr gepflegt, mit Düngemitteln nicht versorgt, das Unkraut nicht entfernt, die Insekten nicht bekämpft.“ Der Klimawandel verschärft das Phänomen. Kleber Cruz Garcia: „Bei steigender Temperatur und höherer Feuchtigkeit hat der Kaffeerost schwache und alte Kaffeepflanzen gefunden, die zu einer schnellen Verbreitung des Pilzes beigetragen haben.“ Sein Fazit: „Der Klimawandel hat die schlechte ökonomische Situation der kleinen Bauern verstärkt“. Aufgrund seiner langjährigen Verbindung mit den Kaffeeproduzent*innen ist er davon überzeugt, dass es keinen Klimaschutz ohne faire Preise gibt. Kaffee ist hier ein repräsentatives Beispiel unter vielen. Deshalb hat die GEPA unter dem Motto #ClimateJusticeNow in diesem Jahr einen mehrjährigen Schwerpunkt für mehr Klimagerechtigkeit gestartet. Alle Infos dazu unter www.gepa.de/Klimagerechtigkeit.

Als Fair Trade-Pionier steht die GEPA seit über 45 Jahren für Transparenz und Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit. Wir handeln als größte europäische Fair Handelsorganisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen haben die Partner mehr Planungssicherheit. Hinter der GEPA stehen MISEREOR, Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Für ihre Verdienste um den Fairen Handel und die Nachhaltigkeit ist die GEPA vielfach ausgezeichnet worden, u. a. beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis mit TOP3 in der Kategorie „Unternehmenspartnerschaften 2020“ für die langjährige Zusammenarbeit mit dem Teepartner Tea Promoters India und mit dem „CSR-Preis der Bundesregierung 2020“ in der Kategorie „Verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement“. Als eines von wenigen Unternehmen in Deutschland hat sich die GEPA nach dem Garantiesystem der WFTO prüfen lassen. Näheres zu Preisen und Auszeichnungen sowie zur GEPA allgemein unter www.gepa.de.

Fairer Handel und Nachhaltigkeit: Zwei Ideen gehen Hand in Hand

Wer im Weltladen einkauft kann sicher sein, dass mit dem Kauf der Produkte die Arbeits- und Lebensbedingungen der Produzenten verbessert werden. Faire Löhne, langfristige Lieferverträge, Unterstützung genossenschaftlicher Strukturen, Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit, Ausschluss von Diskriminierung sind einige der wesentlichen Punkte im Fairen Handel. Immer stärker rücken jedoch auch umweltverträgliche und nachhaltige Produktion und Anbau der Produkte in den Focus. So stammen mittlerweile ein Großteil der Lebensmittel in unserem Weltladen aus Bio-Anbau.

Doch auch bei den handwerklichen Produkten wird auf den Nachhaltigkeitsaspekt gesetzt. Eine Zukunft hat die Menschheit auf diesem Planeten nur wenn verstärkt Klimaschonende und nachhaltige Produktionsweisen eingesetzt werden.

In unserem aktuellen Schaufenster und auf den Sondertischen im Weltladen greifen wir diese Verbindung mit den folgenden Produkten auf:

Die Klimalösung: Machste dreckig, machste sauber


Zwei Studenten erklären mit kurzen Texten, anschaulichen Grafiken und der Unterstützung von über 250 Wissenschaftlern die Maßnahmen zur Lösung des Klimaproblems. Einfach und deutlich zeigt diese Buch Möglichkeiten für jeden!

Sari -Loops von Nepalaya

Diese Loops werden aus recycelten Saris genäht. Jeder Schal ist ein Unikat! In Südasien tragen die Frauen im Alltag Saris aus verschiedenen Materialien, wie z.B. Kunstseide, Chiffon, Baumwolle oder Viskose. In Nepal ist Recycling ganz selbstverständlich! So wie Materialsammlung und Stoffe-Wiederverwendung zum nepalesischen Alltag gehören, handelt auch Nepalaya Craft ganz natürlich nachhaltig.

Kokoblock von GEPA

Die Alternative zur Blumenerde!

Der Kokoblock ist klein, handlich und damit leicht zu transportieren. Durch Hinzufügen von Wasser erhält er das sieben- bis achtfache seines Volumens und ergibt ca. 9 Liter gebrauchsfertiges Pflanzensubstrat. Der Kokoblock besteht aus reinen Kokosfasern, die wie winzige Schwämme Feuchtigkeit und Nährstoffe speichern und so für eine langanhaltende  Wasserversorgung und ausgeglichene Düngung der Pflanzen sorgen. Die Wurzeln erhalten ausreichend Luft und es gibt kein lästiges Verschlammen oder Verhärten der Erde mehr.

Details:
– aus reinen Kokosfasern
– geringes Gewicht
– extrem ergiebig
– sorgt für langanhaltende Wasserversorgung
– 750g ergibt 9 Liter Blumenerde

Kokosfasern sind ein Abfallprodukt bei der Herstellung von Kokosfasermatten, Seilen und Teppichen. Der Kokoblock ist eine gute Alternative zum ökologisch bedenklichen Torfabbau.

 

Trinkhalme aus Edelstahl von El Puente

A Plastic Free Life

Plastikstrohhalme ade! Ohne Strohhalm – keine leckere Limonade? Aber muss es ein Strohhalm aus Plastik sein? Wir sagen nein und bieten hier eine Alternative an: Die fairen Strohhalme aus Edelstahl sind geschmacksneutral, können wiederverwendet werden und machen auch einen Ausflug ins Grüne mit! Sie sind geeignet für die Spülmaschine, können aber auch mit der Bürste gereinigt werden. Damit werden die Strohhalme auch von innen hygienisch sauber.

Produziert werden die Trinkhalme von Noah’s Ark

Noah’s Ark ist eine indische Fairhandels-Organisation mit Sitz in Moradabad. Ziel der Organisation ist es, gegen die Ausbeutung der Kunsthandwerker durch Zwischenhändler vorzugehen und ihnen durch den direkten Export ein besseres Einkommen zu ermöglichen.

Wachstücher von Welt-Partner


Die Bienenwachstücher aus Bio-Baumwolle und nachhaltig erzeugtem Bienenwachs sind wiederverwendbar und eine wunderbare Alternative zu Plastik- oder Alufolie.

Mit den Bienenwachstüchern können Sie Teller und Schüsseln bedecken und auch Lebensmittel wie Brot oder Käse einwickeln. So bleiben Ihre Lebensmittel länger frisch.

Welt-Partner bezieht die Bienenwachstücher über die indische Fair Trade Kooperative Sasha. Diese setzt auf das Know-how des Bienenexperten Last Forest.

Haarseife vom Regenwaldladen


In liebevoller Handarbeit werden die kaltgepressten Samen- und Fruchtöle aus den Regenwäldern am Amazonas mit weiteren natürlichen Inhaltsstoffen zu wunderbar pflegenden, feinschäumigen und rückfettenden Seifen aus der Sementes-Reihe verarbeitet.

. Die Haare werden durch die überfettete Seife nicht strohig. Die Seife ist eine Wohltat für Haare und Kopfhaut. Anderweitige Spülungen nach der Wäsche sind bei weichem Wasser nicht erforderlich. Bei hartem Wasser kann eine Spülung mit mildem, verdünntem Apfelessig empfehlenswert sein.

Sementes Haarseife mit echtem Orangenöl!

“ÖKO-TEST” Heft 01/2022 – Testurteil: “SEHR GUT”

10 Bäume Armband von Erden-Projekt


JEDES ARMBAND PFLANZT 10 BÄUME

Erden Projekt pflanzt die Bäume mit ihren Partnerorganisation in Haiti, Nepal, Kenia, Mosambik, Madagaskar und Indonesien, wo sie am meisten gebraucht werden. Die Kordel ist aus gewachster Bio-Baumwolle, der Anhänger aus Edelstahl. Die Verpackung ist plastikfrei und aus recyceltem Papier. Hergestellt werden die Armbänder in Deutschland in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen.

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Die Text und Bildrechte liegen bei Nepalaya, GEPA, Erden-Projekt, El Puente, Weltpartner, Regenwaldladen und Klimawandel GbR

EU-Lieferkettengesetz . Dranbleiben!

Fordere mit uns ein starkes EU-Lieferkettengesetz!

Brennende Fabriken, ausbeuterische Kinderarbeit oder zerstörte Regenwälder: Immer wieder verursachen Unternehmen in ihren Lieferketten Schäden an Mensch und Umwelt. Das will die Initiative Liefergesetz ändern: Es ist ein Bündnis aus mehr als 125 zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich gemeinsam für ein europäisches Lieferkettengesetz einsetzen. Auch der Weltladen Dachverband ist hierbei Mitglied. Denn damit Umweltschutz und Menschenrechte nicht mehr in den Sternen stehen, braucht auch Europa einen gesetzlichen Rahmen!

Das deutsche Lieferkettengesetz war ein wichtiger erster Schritt, aber es hat Schwächen und Lücken. Skrupellose Geschäftspraktiken dürfen sich nicht mehr lohnen – weder in Deutschland, noch in Europa. Wenn die EU alle Unternehmen konsequent auf Menschenrechts- und Umweltstandards verpflichtet, leistet sie einen entscheidenden Beitrag zu einer global gerechteren Wirtschaft. Daher fordern wir ein starkes europäisches Lieferkettengesetz!

Die EU-Kommission hat ihren Entwurf für ein europäisches Lieferkettengesetz erneut verschoben – ohne Angabe von Gründen, bereits zum dritten Mal. Daher ruft der Weltladen Dachverband gemeinsam mit der Initiative Lieferkettengesetz dazu auf, Protestmails an die EU-Kommission zu schicken. Initiiert hat die E-Mail-Aktion die europäische Kampagne “Our Food Our Future”, die u.a. auch von Oxfam und der Christlichen Initiative Romero getragen wird.

Wir vom Herborner Weltladen unterstützen ausdrücklich diese Aktion. Dass zivilgesellschaftliches Engagement was bewirken kann, hat sich bei den verschiedenen Aktionen für ein deutsches Lieferkettengesetz gezeigt. Trotz der Schwächen können wir stolz darauf sein durch Beharrlichkeit dazu beigetragen zu haben, dass ein solches Gesetz verabschiedet wird. Dieses Gesetz muss noch verbessert werden. Und jetzt geht es darum, dass auch auf europäischer Ebene ein starkes Lieferkettengesetz verabschiedet wird. Unterstützen Sie diese Aktion und schicken Sie Protestmails. Eine Vorlage und weitere Hintergründe finden Sie hier

https://lieferkettengesetz.de/#aktion

https://ourfood-ourfuture.eu/protest-e-mail-langfassung/

St. Martin in Herborn

Quelle: https://st-petrus-herborn.bistumlimburg.de/beitrag/st-martin-9/

Zu einer ganz besonderen Martinsaktion lädt die katholische Pfarrei St. Petrus nach Herborn ein.

An insgesamt elf Schaufenstern in der Innenstadt ist vom 6. bis zum 14.11. die Martinsgeschichte aus der Sicht einer Gans zu sehen und zu hören.

Der Martinsweg kann individuell besucht werden – und wer möchte, kann natürlich auch die eigene Laterne mitbringen.

Start ist am Schaufenster von Magnus Mode in der Hauptstr, 7 in Herborn. Begleitend gibt es ein kleines Quiz. Richtig ausgefüllt kann dieses im Herborner Weltladen gegen eine süße Überraschung eingetauscht werden. Zusätzlich wird unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein 50 Euro Einkaufsgutschein für den Weltladen verlost. Das Quiz ist erhältlich bei Magnus-Mode, im Herborner Weltladen und es liegt außerdem in der katholischen Kirche in der Schloßstraße aus, die täglich geöffnet ist.
 

Mitgliederversammlung 2021

Herborner Weltladen e.V. hat neuen Vorstand

Der Herborner Weltladen e.V. konnte seine diesjährige Mitgliederversammlung in Präsenz durchführen. Im letzten Jahr wurde die Versammlung abgesagt und die Mitglieder lediglich schriftlich über das Vereinsgeschehen informiert. Nun war es konform mit den geltenden Regeln möglich sich wieder zu treffen. Im Pfarrsaal der kath. Kirchengemeinde St. Petrus Herborn konnten sich die Mitglieder mit ausreichendem Abstand zusammensetzen.

Da die Feierlichkeiten anlässlich des 5-jährigen Bestehens 2020 leider ausgefallen sind wurde zumindest jetzt verspätet mit fairem Sekt auf „5 Jahre +1“ Herborner Weltladen angestoßen. Frank Sträßer berichtete für den Vorstand darüber, wie der Verein und das Ladenlokal am Herborner Kornmarkt die Coronakrise überstanden hat. Entgegen allen Erwartungen und trotz reduzierter Öffnungszeiten konnte der Umsatz gesteigert werden. Aber noch ist das Ladenlokal nicht wieder an allen Tagen offen. Corona, die damit verbundenen Schließungen und die bestehende Unsicherheit führte dazu , dass nicht alle ehrenamtlichen Mitarbeiter*inne wieder Dienst machen bzw. machen können. Sträßer rief zu Mitarbeit auf und auch zur Werbung für neue Mitarbeiter*innen.

Petra Heuser gehört nach 6 Jahren dem neuen Vorstand nicht mehr an. Auf eigenen Wunsch hin kandierte sie nicht erneut. Vorstandsmitglied Claudia Nickel bedankte sich bei ihr für die geleistete Arbeit im Namen des gesamten Vereins und überreichte ihr ein Bukett mit Leckereien aus dem Weltladen. Als ehrenamtliche Mitarbeiterin bleibt sie dem Weltladen jedoch erhalten.

Ihren Platz nahm bei der Vorstandswahl Rudolf Wever ein, der bereits seit längerem im Weltladen Dienst tut. Mit ihm kandierten die anderen Vorstandsmitglieder für weitere 2 Jahre und wurden einstimmig gewählt. Laura Werner wurde als Kassenprüferin wiedergewählt.

Welche Veranstaltungen der Herborner Weltladen in Zukunft durchführen kann hängt entscheidend von der weitern Entwicklung der Pandemie ab. Deshalb konnten noch keine konkreten Pläne benannt werden.

 

 

 

 

Verabschiedung von Petra Heuser aus dem Vorstand

Der neue Vorstand, v.l.n.r: Rudolf Wever, Diana Göbel, Jonathan Göbel, Gabi Weber, Eva Sträßer, Claudia Nickel, Frank Sträßer

#Fairer Aufbruch

Anlässlich der Kampagne “Fairer Aufbruch“ haben wir die heimische Bundestagsabgeordnete Dagmar Schmidt (SPD) in den Herborner Weltladen eingeladen.
Im Rahmen eines einstündigen Austausches zu den Anliegen des fairen Handels für einen Fairen Aufbruch, zum deutschen Lieferkettengesetz und den Perspektiven, die sich damit auch für die europäische Politik ergeben unterzeichnete Frau Schmidt am 20. September das Fairsprechen zur Bundestagswahl 2021.
Im Gespräch wurde deutlich, wie wichtig es war, dass NGOs, Kirchen, Weltläden und viele UnterzeichnerInnen bei der Forderung nach einem Lieferkettengesetz „am Ball“ geblieben sind. Ohne sie – das bestätigte auch Dagmar Schmidt – hätte es das Lieferkettengesetz nicht gegeben. Deshalb an dieser Stelle auch noch einmal unser ausdrücklicher Dank an alle, die diese Forderung in den vergangenen Jahren mit ihrer Unterschrift unterstützt haben.
Aber: viele weitere Schritte sind noch nötig.
Aus Sicht der Fair-Handels-Bewegung braucht es einen fairen Aufbruch nach der Bundestagswahl, denn die globalen Herausforderungen sind immens: Prekäre Arbeitsverhältnisse und soziale Ungleichheiten nehmen zu, die Klimakrise und die Umweltzerstörung schreiten voran. Trotz Nachhaltiger Entwicklungsziele ist kein echter sozial-ökologischer Wandel in Sicht. Wie wirksam der Beitrag Deutschlands beim Erreichen dieser Ziele in Zukunft sein wird, hängt maßgeblich davon ab, wie ernst die nächste Bundesregierung diese Herausforderungen nimmt.
Die ausführlichen Forderungen des Fairen Handels für einen Fairen Aufbruch finden Sie hier.




 

Zukunft fair gestalten – Faire Woche gestartet

Gefairt“-Mobiler Laden für faire Mode kommt am Freitag, dem 24.9.21 nach Herborn

Berlin/Köln/Mainz, 06.09.2021 – Unter dem Motto „Zukunft fair gestalten“ findet vom 10. bis zum 24. September die Faire Woche, die größte Aktionswoche des Fairen Handels in
Deutschland, statt. Organisiert wird die bundesweite Veranstaltung vom Forum Fairer Handel in Kooperation mit dem Weltladen-Dachverband und Fairtrade Deutschland. Weltläden, Schulen, Fairtrade-Initiativen, Kirchengemeinden, Gastronomiebetriebe und viele weitere Akteure laden bei mehr als 1.500 Veranstaltungen dazu ein, den Fairen Handel kennenzulernen.

Auch der Herborner Weltladen am Kornmarkt bietet anlässlich der fairen Woche zwei besondere Aktionen an: Vom 13. September bis zum Ende der Fairen Woche bietet das Weltladen Team eine Rabatt-Aktion für Taschen an. Und für den 24. September (Freitag) hat das „Gefairt“ von Wibke Nauber einen Stopp in Herborn angesagt. Freunde fairer Mode können in dem mobilen Laden ab 9 Uhr faire Kleidung für Frau und Mann kaufen. Das Gefairt ist auf dem Schuhmarkt unweit des Marktplatzes zu finden.

Thematisch liegt der Fokus 2021 und 2022 auf dem Schutz von Menschenrechten weltweit und dem Beitrag des Fairen Handels dazu. Die Faire Woche findet in diesem Jahr bereits zum zwanzigsten Mal statt. 2021 lautet das Motto der Fairen Woche “Zukunft fair gestalten #fairhandeln für Menschenrechte weltweit”. „Es ist wahrlich eine große Aufgabe, die wir gemeinsam zu bewältigen haben: Es geht darum zu zeigen, welchen Beitrag der Faire Handel bereits heute leistet, um Arbeitsbedingungen weltweit zu verbessern und was viele Unternehmen noch verbessern können, um auf „Zukunftsfähigkeit“ umzustellen“, erklärt Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Schirmherr der Fairen Woche.

Weltweit leiden Millionen Menschen unter prekären Arbeitsverhältnissen, ausbeuterischer Kinderarbeit und moderner Sklaverei. Die Internationale Arbeitsorganisation bezeichnet menschenwürdige Arbeit als einen entscheidenden Faktor für die Bekämpfung der Armut und für eine gerechte Gestaltung der Globalisierung. „Der Faire Handel setzt seit mehr als 50 Jahren genau hier an: Er stellt den Menschen in den Mittelpunkt des Wirtschaftens und trägt mit höheren Erlösen für die Produzent*innen, sicheren Arbeitsbedingungen, der Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und vielen weiteren Instrumenten zu einer gerechteren Zukunft und dem Schutz von Menschenrechten bei“, so Andrea Fütterer, Vorsitzende des Forum Fairer Handel.

„Der Globale Süden ist sowohl von der Pandemie als auch von der Klimakrise am stärksten betroffen. Diese verschärfen die soziale Ungleichheit und lassen auch die Kinderarbeit steigen“, schildert Nyagoy Nyong’o, Global CEO von Fairtrade International mit Sitz in Nairobi, die Auswirkungen für die Länder des Globalen Südens. „Der Faire Handel stärkt die Produzentinnen und Produzenten in den Anbauländern, indem er Einkommen sichert, Zukunftsperspektiven schafft und den Weg zum internationalen Markt ebnet.“ Die gegenwärtigen Krisen seien ein Grund mehr, um den Fairen Handel nach vorne zu bringen. Besonders Frauen und Mädchen sind von der Pandemie und ihren Folgen hart betroffen. Hier geht es um unmittelbare gesundheitliche, wie auch um längerfristige ökonomische Folgen. Zudem sind Frauen in Krisenzeiten noch stärker von häuslicher und sexualisierter Gewalt bedroht.

Die Pandemie hat die Kluft zwischen armen und reichen Menschen und Staaten noch weiter vergrößert, so dass es jetzt erst recht darauf ankommt, Menschenrechte im internationalen Handel zu schützen und die Globalisierung gerecht zu gestalten: „Während eine Näherin in Bangladesch sechzehn Stunden täglich in der stickigen Fabrik auch für uns Kleidung herstellt und sich dabei einem hohen Infektionsrisiko aussetzt, verhängen einige Import-Länder Exportstopps für Impfstoffe. Das ist weder gerecht noch zukunftsfähig.


Wir müssen umdenken und #fairhandeln“, fasst Bundesminister Müller den Handlungsbedarf zusammen. Zum Auftakt der Fairen Woche 2021 lautet sein dringender Aufruf: „Wir, Unternehmen, die Zivilgesellschaften und die Politik, können und müssen noch besser und lauter werden – für
Menschenrechte, ein ressourcenschonendes und nachhaltiges Wirtschaften. COVID ist der Weckruf: Wir müssen jetzt handeln!“ Jede*r kann dazu beitragen, die Zukunft fair zu gestalten, zum Beispiel durch den Kauf fair gehandelter Produkte, einem Engagement im Weltladen, einer Fairtrade-Initiative oder bei anderen Akteuren des Fairen Handels. Die Faire Woche lädt vom 10. bis 24. September bei rund 1.500 Veranstaltungen dazu ein, den Fairen Handel, seine Wirkungen und die Menschen dahinter kennenzulernen – ob live vor Ort oder digital. Den Veranstaltungskalender finden Sie unter
www.fairewoche.de/kalender .


20 Jahre Faire Woche – Eine Erfolgsgeschichte Unglaublich, aber wahr: Die Faire Woche findet in diesem Jahr bereits zum 20. Mal statt. Begonnen hat sie 2001 als erster Versuch der großen Fair-Handels-Organisationen, mit einer gemeinsam veranstalteten Aktionswoche eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Längst hat sie sich als fester Termin in den Kalendern zahlreicher Akteure des Fairen Handels (und darüber hinaus) etabliert. Viele bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und (seit den letzten Jahren) Social Media haben in den 20 Jahren dazu beigetragen, den Fairen Handel bekannter zu machen. Ihnen gilt ein großer Dank, genauso wie den vielen engagierten Menschen, die teilweise bereits seit 20 Jahren mit viel Kreativität und Einsatz die Faire Woche
zu dem machen, was sie ist: die größte Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland mit alljährlich mehr als 2.000 Veranstaltungen. Ganz herzlich sei an dieser Stelle auch dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie den kirchlichen Hilfswerken Brot für die Welt und Misereor für die langjährige finanzielle Unterstützung gedankt. Ohne sie wäre es nicht möglich gewesen, im Rahmen der Fairen Woche so viele Menschen mit dem Fairen Handel in Berührung zu bringen.


Faire Woche 2021 Vom 10. bis zum 24. September 2021 findet die 20. Faire Woche, die größte Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland, statt. Zwei Wochen lang steht der Faire Handel mit mehr als 1.500 Veranstaltungen in ganz Deutschland im Mittelpunkt. Veranstalter der Fairen Woche ist das Forum Fairer Handel e.V. in Kooperation mit Fairtrade Deutschland e.V. und dem Weltladen-Dachverband e.V. Die Faire Woche wird gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, durch Brot für die Welt mit Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes sowie durch MISEREOR.

Mehr Information: https://dasgefairt.de/ , https://www.forum-fairer-handel.de/presse

Service Pressefotos zur kostenfreien Verwendung (unter Angabe der jeweiligen Quelle) erhalten Sie im Pressebereich unserer Website unter www.faire-woche.de/presse sowie unter www.fairtrade-
deutschland.de/service/presse/pressebilder.

Pressekontakt Katrin Frank, Forum Fairer Handel e.V., Tel.: 030 – 28045259, presseforum-fairer-handel.de Marcelo Crescenti, Fairtrade Deutschland e.V., Tel.: 0221 – 94 20 40 55, pressefairtrade-deutschland.de Christoph Albuschkat, Weltladen-Dachverband e.V., Tel.: 06131 – 68 907-81, c.albuschkatweltladen.de" target="_blank" rel="noopener">c.albuschkatweltladen.de

Bildquelle: Weltladen-Dachverband/ A. Stehle