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Aktuelles zum Lieferkettengesetz

Das EU Lieferkettengesetz hat Ende Apriel eine weitere wichtige Hürde genommen. Ohne die große Unterstützung in der Zivilbevölkerung wäre es wahrscheinlich nie dazu gekommen. Hierzu die Pressemitteilung der Initiative Lieferkettengesetz:

Am Rana-Plaza-Jahrestag: EU-Lieferkettengesetz nimmt nächste Hürde

Es ist ein historischer Beschluss an einem symbolträchtigen Datum: Das EU-Parlament hat heute für das EU-Lieferkettengesetz gestimmt – ausgerechnet am 11. Jahrestag des bis heute größten Unglücks in der Geschichte der Textilindustrie. Damit hat das EU-Lieferkettengesetz die nächste Hürde genommen: ein Zeichen der Hoffnung für Arbeiter*innen, indigene Völker und Menschenrechtsaktivist*innen weltweit.

Es ist das bis heute größten Unglücks in der Geschichte der Textilindustrie: Am Morgen des 24. April 2013 stürzte in Bangladesch der neunstöckige Fabrikkomplex Rana Plaza ein und begrub tausende Menschen unter sich. 1.138 Arbeiterinnen und Arbeiter verloren ihr Leben, mehr als 2.000 Menschen wurden verletzt. Sie hatten hauptsächlich Kleidung für den Export produziert, unter anderem für europäische Modefirmen wie Primark, Benetton, Mango, C&A und KiK. Viele der in Rana Plaza produzierenden Firmen wehrten sich zunächst vehement dagegen, für die Missstände, die zu dem tragischen Unglück geführt hatten, Verantwortung zu übernehmen.

Die Katastrophe von Rana-Plaza ist eine mahnende Erinnerung an die schwerwiegenden Folgen unkontrollierter Unternehmenspraktiken in globalen Wertschöpfungsketten. Denn sie hat gezeigt: Freiwillig halten sich Unternehmen zu selten an ihre menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten. Deswegen braucht es Gesetze, die sie dazu verpflichten, in ihren Lieferketten auf die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards hinzuwirken. Nur so können wir verhindern, dass sich Katastrophen wie die von Rana-Plaza wiederholen. Und damit in ganz Europa für alle Unternehmen die gleichen Regeln für alle gelten, brauchen wir nicht nur nationale Regelungen, sondern ein EU-Lieferkettengesetz.

Genau 11 Jahre später, am 24. April 2024, hat dieses EU-Lieferkettengesetz eine weitere, entscheidende Hürde genommen: Das Europäische Parlament hat für das Vorhaben gestimmt, auf das sich der Rat im März nach einem langen politischen Tauziehen geeinigt hatte. Das EU-Lieferkettengesetz steht damit vor dem Abschluss. Es muss nun noch einmal formal im Rat bestätigt werden, bevor es dann offiziell unterschrieben und im Amtsblatt der EU veröffentlicht werden kann. Ab dann beginnt die zweijährige Frist für die Mitgliedstaaten, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Auch das deutsche Lieferkettengesetz muss dann innerhalb von zwei Jahren noch einmal nachgeschärft werden.

Das EU-Lieferkettengesetz ist bei Weitem nicht perfekt und gilt derzeit nur für eine sehr begrenzte Anzahl von Unternehmen. Trotzdem ist es ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einem faireren Wirtschaften weltweit, denn es erkennt an: Unternehmen sind rechtlich dazu verpflichtet, die im Rahmen ihrer Tätigkeit entstehenden negativen Auswirkungen auf Menschenrechte und Umwelt zu verhindern, zu minimieren und zu beenden. Außerdem erkennt es an, dass die Opfer solcher Auswirkungen das Recht haben, vor EU-Gerichten Schadenersatz zu verlangen.

Eine solche Gesetzgebung ist fair – und überfällig. Der 24. April 2024 ist damit nicht nur ein Tag des Gedenkens an die Opfer des Rana-Plaza-Einsturzes, sondern auch ein Zeichen der Hoffnung für Arbeiter*innen, indigene Völker und Menschenrechtsaktivist*innen weltweit.

Quelle: Pressemitteilung der Initiative Lieferkettengesetz, Stresemannstr 72, 10963 Berlin, E-Mail: infolieferkettengesetz.de

Produkt des Monats Mai

 


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Der Herborner Weltladen ist nicht nur über diese Homepage, sondern auch auf Facebook und Instagram erreichbar. Reinschauen lohnt sich!

 

 


Mitstreiter gesucht

Aktiv werden im Fairen Handel

Weltladen sucht Mitstreiter

Der Herborner Weltladen verändert mit dem Verkauf fair gehandelter Waren die Welt und das Einkaufserlebnis in der Stadt. Das ehrenamtliche Team, um den gemeinnützigen Herborner Weltladen e.V., bietet auf dem Kornmarkt eine Vielfalt attraktiver Produkte, die dazu beitragen können, den Lebensunterhalt der Erzeugerinnen und Erzeuger in den Ländern des Südens zu sichern. Ein Einkauf im Weltladen ist jederzeit auch Entdeckungsreise: Mit aromatischem Kaffee, feiner Schokolade, pikanten Gewürzen, handgefertigten Geschenkartikeln – entdecken Kunden hier Handwerk und Spezialitäten aus Ländern in Afrika, Südamerika und Asien. Darüber hinaus sind Bildungs- und Informationsveranstaltungen, wie die monatliche Vortragsreihe „Welt zu Gast im Weltladen“, wichtige Grundpfeiler der Vereinsarbeit.

Der Faire Handel versteht sich als Alternative zum konventionellen Handel mit Importwaren. Ziel sind verbesserte Arbeits- und Lebensbedingungen für die Produzenten in den sog. Entwicklungsländern. Das bedeutet: Erzeugerinnen und Erzeuger erhalten faire Preise, die ihnen ein Leben in Würde ermöglichen. Dass dies nicht selbstverständlich ist, wird deutlich, wenn man weiß, dass die Erlöse für viele Importprodukte im freien Welthandel so niedrig sind, dass KleinproduzentInnen kaum davon leben können.

Für den Ladenbetrieb in der Schulhofstraße 2 suchen die Engagierten des Herborner Weltladen stets weitere weltoffene Menschen, die Interesse an Entwicklungspolitik und Fairem Handel haben. Schon 30 Personen arbeiten im Team mit, und gewährleisten in zwei 4-Stunden-Schichten werktags den Betrieb des Weltladens. Damit dies auch in Zukunft erfolgreich klappt, sind jederzeit weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter in den Bereichen Ladendienst, Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit sowie zu besonderen Anlässen wie dem Fairen Frühstück oder der Faire Woche gesucht.

Im Laden mitarbeiten können Personen ab 18 Jahren, die wöchentlich, 14-tägig oder monatlich in einer der 4-Stunden Schichten aushelfen können. Neue Mitstreiter für den Ladendienst werden umfassend eingearbeitet. Wer sich vorstellen kann im Weltladen oder bei Veranstaltungen mitzuarbeiten, meldet sich bitte unter Angabe seiner Talente und Interesse beim Vorstand des Herborner Weltladen e.V.: E-Mail an mailherborner-weltladen.de oder telefonisch 02772/4765462.


Lernort Weltladen – unser Angebot

Der Herborner Weltladen ist nicht nur ein Fachgeschäft des Fairen Handels, als außerschulischer Lernort bietet er auch Bildungsangebote zum Thema „Globales Lernen“.

Der direkte Bezug zu globalen Waren – wie Kaffee, Kakao, Textilien aus Fairem Handel – gibt Einblick in globale Zusammenhänge und Konsequenzen des persönlichen Konsumverhaltens. Kleine Schülergruppen und Fachkurse der Fächer Politik und Wirtschaft, Geographie, Religion und Ethik erkundeten bisher den Weltladen. Unsere Bildungsangebote laden ein den Blick auf Konsum, Ungleichheit und Umweltschutz zu richten und etwas über Alternativen des Handelns im Alltag zu erfahren. Getreu dem Ausspruch Gandhis „Sei die Veränderung, die du sehen willst in der Welt“ können Lehrkräfte und Betreuer von Kindern und Jugendlichen aus Kitas, Schulen und anderen Institutionen Unterrichtsimpulse von ein bis zwei Unterrichtsstunden zu vereinbaren.

Sind Sie interessiert, dann schreiben Sie uns eine Mail an mailherborner-weltladen.de. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Durch den Kauf und Verkauf fair hergestellter Produkte leisten wir in Herborn einen aktiven Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit und sichern den ProduzentInnen  eine gerechte Entlohnung. Also Hilfe zur Selbsthilfe!

Der Herborner Weltladen e.V. ist Mitglied im Weltladen Dachverband und verpflichtet sich in seiner Arbeit der Konvention der Weltläden.

Der Herborner Weltladen

  • leistet Informations- und Bildungsarbeit,
  • arbeitet transparent und offen,
  • handelt sozial und umweltverträglich,
  • bietet praktische Handlungsmöglichkeiten

Lassen Sie sich von Geschmack und Qualität der fair hergestellten Produkte überzeugen und werden Sie so zu „Botschaftern für den Fairen Handel“ in Herborn!