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Herzlich Willkommen im Herborner Weltladen!

Demo gegen Rassismus und für Demokratie


Neues zum Lieferkettengesetz

Liebe Freundinnen und Freunde des Herborner Weltladens,

Sicher haben es viele von Ihnen/Euch durch die Medien mitbekommen: Deutschland droht, sich bei der Abstimmung zu einem EU-Lieferkettengesetz zu enthalten , weil Herr Buschmann und Herr Lindner dies so wollen. Damit droht das komplette Scheitern diese Gesetzes, was nicht nur den Produzenten am Anfang der Lieferkette große Nachteile bringen würde sondern auch für das Bestreben mehr Gerechtigkeit in den Welthandel zu bringen,ein herber Rückschlag wäre. Auch zahlreiche deutsche Unternehmen sind für ein europäisches Lieferkettengesetz, weil sie ansonsten Wettbewerbsnachteile befürchten.

Aus aktuellem Anlass leiten wir deshalb die folgende Mail weiter. Es handelt sich um Informationen und Aktionsvorschläge aus einem Webinar, an dem Anne aus unserem Ladenteam teilgenommen hat.

Wir hoffen darauf, dass durch zahlreicher Beteiligung an den vorgeschlagenen Aktionen doch noch Bewegung in Sache kommt.

Aufzeichnung & Aktion – Europe Calling Eil-Webinar zum EU-Lieferkettengesetz

Liebe Freund:innen, liebe Interessierte,

vielen Dank für Euer Interesse an unserem Eil-Webinar am Freitag. Besonderer Dank an unsere Gäste für ihre starken Beiträge. Am Ende waren es 1.400 Anmeldungen und das in nur 24 Stunden.

Wer das Webinar verpasst hat oder es noch einmal ansehen oder anhören möchte, findet die Aufzeichnungen jetzt hier:

Bitte teilt diese Links mit anderen Interessierten und abonniert die Kanäle direkt, damit Ihr auf keine Aufzeichnung mehr warten müsst!

Vorneweg: Wir hätten gerne auch die FDP, das Bundesjustizministerium oder auch die ablehnenden Wirtschaftsverbände gehört, aber leider konnten trotz vieler Anfragen unsererseits kein:e Vertreter:in eine Teilnahme ermöglichen.

Unsere Gäste habe dann in ihren Beiträgen deutlich gemacht, dass die Blockade des EU-Lieferkettengesetzes durch die FDP europapolitisch als auch wirtschaftlich schädlich ist. Eine nach der anderen haben sie die Argumente gegen das EU-Lieferkettengesetz widerlegt. Das solltet Ihr Euch unbedingt nochmal anhören (ca. die ersten 30min im Webinar).

Wie geht es nach der Verschiebung der Abstimmung weiter?

Wenn FDP-Justizminister Buschmann mit seinem unabgesprochenem Versuch andere Mitgliedsländer von einer Ablehnung zu überzeugen Erfolg haben sollte, könnte das EU-Lieferkettengesetz für diese Legislatur scheitern. Ob es dann nach der Europawahl nochmal auf die Tagesordnung kommt und mit welchen Mehrheiten, das ist vollkommen unklar. Viele Jahre Verhandlungen wären zunichte gemacht.

Für die deutschen Unternehmen entstünde so ein Wettbewerbsnachteil.

Denn für sie würde weiterhin das deutsche Lieferkettengesetz gelten, für viele europäische Wettbewerber aber nicht. Das ist auch ein wichtiger Grund, warum so viele namhafte Unternehmen von ALDI über Bayer bis Tchibo sich für eine Verabschiedung eines europäischen Lieferkettengesetz einsetzen.

Die Entscheidung könnte schon am Mittwoch (14.2.2024) fallen.

Dann treffen sich die Vertreter:in der Mitgliedsländer das nächste Mal und können die am Freitag vertagte Abstimmung nachholen. Unsere Gäste, aber auch die GRÜNEN und viele in der SPD in der Bundesregierung haben klargemacht: Kanzler Scholz muss jetzt seine Richtlinienkompetenz nutzen und Deutschland im Rat der Mitgliedsländer zustimmen.

Oder wie einige der größten Unternehmen in Deutschland es in ihrer Stellungnahme ausgedrückt haben:

Wir stehen am Ende eines vierjährigen demokratischen Gesetzgebungsverfahrens, in dessen Verlauf die Perspektiven verschiedenster Stakeholder einbezogen und Kompromisse vereinbart wurden und wir erwarten von Bundeskanzler Olaf Scholz, dass er diesen demokratisch gefundenen Kompromiss sichert und den Unternehmen damit Rechtssicherheit und faire Wettbewerbsbedingungen ermöglicht.”

Was kannst Du tun?

Auch dazu haben unsere Gäste Empfehlungen:

  1. In den Sozialen Medien diejenigen unterstützen, die sich für das EU-Lieferkettengesetz einsetzen. Z.B. die Initiative Lieferkettengesetz hier: Twitter / Instagram / LinkedIn / Web
  2. Schreibt eine E-Mail an Kanzler Scholz. Dazu haben wir hier eine Aktion gestartet, mit der Ihr schon über 100 Mails verschickt hat: Jetzt E-Mail an Kanzler Scholz 
  3. Schreibt Euren örtlichen SPD-Bundesabgeordneten und bittet sie, sich bei Olaf Scholz für die Zustimmung zum EU-Lieferkettengesetz einzusetzen. Hier findet Ihr die Kontakte: https://www.spdfraktion.de/abgeordnete/alle

Und natürlich: Leitet diese E-Mail an andere Interessierte weiter!

Vielen Dank und europäische Grüße,

Max und alle bei Europe Calling e.V.

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Beigefügt sind hier zwei Musterbriefe die an unseren Kanzler bzw. an unsere Bundestagsabgeordnete gesandt werden können.

 


Pressemitteilung der Initiative Lieferkettengesetz

Pressestatement vom 09.02.2024

Entscheidung zum EU-Lieferkettengesetz vertagt – Scholz muss bei Menschenrechten jetzt Farbe bekennen

Berlin, 09. Februar 2024. Das EU-Lieferkettengesetz ist noch nicht vom Tisch. Zwar hat der Ausschuss der Ständigen Vertreter in Brüssel des EU-Ministerrats (COREPER) die für heute geplante Aussprache über das Gesetz vertagt, doch es soll weiter verhandelt werden. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hatte in den vergangenen Wochen massiv gegen das EU-Lieferkettengesetz Stimmung gemacht und Unsicherheit bei anderen Mitgliedsstaaten verursacht. 

Johannes Heeg, Sprecher der Initiative Lieferkettengesetz, kommentiert: 

Bundesjustizminister Marco Buschmann hat nichts unversucht gelassen, das EU-Lieferkettengesetz zu stoppen. Mit Falschbehauptungen und einem massiven Foulspiel hat er versucht, Unsicherheit bei anderen EU-Mitgliedstaaten zu verbreiten. Damit lassen sich Kanzler Scholz und Wirtschaftsminister Habeck bei einem der wichtigsten Menschenrechts- und Umweltvorhaben der EU gerade von der FDP am Nasenring durch die Manege ziehen.

Viele aus SPD und Grünen sind erst spät aufgewacht doch es ist noch nicht zu spät: Bundeskanzler Olaf Scholz muss jetzt Farbe bekennen, ob ihm Menschenrechte und Klimaschutz wichtiger sind oder die ungebremste Profitgier von Unternehmen. Der Kanzler muss seine Richtlinienkompetenz nutzen und Deutschlands Gesicht in der EU wahren. Wir erwarten, dass er alles unternimmt, damit das EU-Lieferkettengesetz erfolgreich verabschiedet wird. 

In den kommenden Verhandlungstagen muss sich die Bundesregierung unmissverständlich positionieren: Deutschland steht für Menschenrechte, Klima- und Umweltschutz ein. Das Gesetz darf auf keinen Fall weiter ausgehöhlt werden: Schon jetzt hat die FDP dafür gesorgt, dass der aktuelle Gesetzesvorschlag geschwächt wurde. Die belgische Ratspräsidentschaft muss darauf beharren, dass das Gesetz Menschenrechte, Umwelt und Klima wirksam vor unverantwortlich handelnden Unternehmen schützen kann. Auf die Unterstützung von Deutschland für dieses Vorhaben muss sich die EU ein für alle mal verlassen können.

Mit seinen Versuchen, das EU-Lieferkettengesetz zu sabotieren, hat Justizminister Buschmann gezeigt, dass die großen Wirtschaftsverbände offenbar ungehindert seine Politik bestimmen können – selbst wenn er damit gegen die Interessen von Unternehmen wie Bayer, Aldi Süd oder KiK agiert. Dieses Vorgehen schadet nicht nur Menschenrechten und Klimaschutz, sondern auch der deutschen Wirtschaft und Deutschlands Ansehen als verlässlicher Partner in der EU.”

Hintergrund:

Die deutsche Bundesregierung war seit 2021 maßgeblich an den Verhandlungen zur Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), dem sogenannten EU-Lieferkettengesetz, beteiligt. EU-Parlament, Rat und Kommission haben die finalen Verhandlungen (Trilog) im Dezember 2023 erfolgreich abgeschlossen und dem Gesetzestext zugestimmt. Nach Abschluss des Trilogs gelten weitere Zustimmungen in der EU üblicherweise als reine Formsache. Im Januar 2024 folgte dennoch die Kehrtwende der FDP mit dem Aufruf an die Bundesregierung, die Zustimmung zum Gesetz zu verweigern – obwohl die FDP, insbesondere Bundesjustizminister Marco Buschmann, viele Positionen in den finalen Kompromiss einbringen konnte. Die belgische Ratspräsidentschaft hat die heutige Aussprache zum Gesetzesvorhaben augenscheinlich verschoben, um noch einmal mit einzelnen Mitgliedsstaaten in finale Verhandlung zu gehen und den Kompromiss erfolgreich und zeitnah abzuschließen.

Die FDP nutzte in der Debatte zuletzt zahlreiche Falschbehauptungen, um Stimmung gegen das Gesetz zu machen.Trotz weiterer Kompromissvorschläge, u.a. durch Arbeitsminister Heil, rückte die FDP nicht von ihrer Position ab. Die deutsche Enthaltung bei EU-Gesetzesvorhaben ist in Brüssel bekannt und wird dort bereits als “German Vote” betitelt. (https://lieferkettengesetz.de/pressemitteilung/recherche-fdp-brueskiert-justizminister/)

Noch am vergangenen Dienstag hatten 21 Unternehmen und Netzwerke, darunter ALDI SÜD, Bayer, Mars, KiK, Tchibo, VAUDE, FRoSTA und die Global Network Initiative, den Bundeskanzler in einer gemeinsamen Erklärung dringend aufgefordert, den im Dezember 2023 erzielten CSDDD-Kompromiss zu sichern.(https://www.business-humanrights.org/de/neuste-meldungen/eu-csddd-company-statement/)

 

Beigefügt sind hier zwei Musterbriefe die an unseren Kanzler bzw. an unsere Bundestagsabgeordnete gesandt werden können.


Produkt des Monats Februar


Nachlese Faire Woche 2023


Herborner Weltladen in den sozialen Netzwerken

Der Herborner Weltladen ist nicht nur über diese Homepage, sondern auch auf Facebook und Instagram erreichbar. Reinschauen lohnt sich!

 

 


Yes EU can!

Initiative Lieferkettengesetz

Gemeinsam haben wir erreicht, dass die Bundesregierung im Juni 2021 endlich das deutsche Lieferkettengesetz verabschiedet hat. Das Gesetz ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aber es geht nicht weit genug!

Deshalb wurde mittlerweile eine neue Kampagne der Initiative Lieferkettengesetz unter dem Motto „Yes, EU can!“gestartet. Denn die Europäische Union arbeitet an einem EU-Lieferkettengesetz, das auch die Lücken des deutschen Gesetzes schließen könnte. Damit das funktioniert, braucht das Vorhaben unbedingt Rückenwind aus Deutschland. Lasst uns aus diesem Grund zusammen die neue Petition der Initiative Lieferkettengesetz an Bundeskanzler Olaf Scholz unterstützen!

Ein wirksames EU-Lieferkettengesetz muss mindestens diese Anforderungen erfüllen:

  • Es muss ausnahmslos die gesamte Liefer- und Wertschöpfungskette von Unternehmen erfassen, ohne Ausnahmen und Schlupflöcher;

  • Es muss Unternehmen in Haftung nehmen und Geschädigten endlich die Möglichkeit bieten, erfolgreich vor Gerichten in Europa Schadensersatz gegenüber beteiligten Unternehmen einzuklagen;

  • Es muss Unternehmen verpflichten, auch Umwelt und Klima zu schützen;

  • Es muss eine umfassende Beteiligung der Betroffenen bei der Umsetzung des Gesetzes sicherstellen.

Die Petition und Hintergründe dazu finden Sie /findet Ihr hier:

https://www.weltladen.de/politik-veraendern/mitwirken/petition-an-bundeskanzler-olaf-scholz/

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Quelle der Grafiken: Weltladen Dachverband (https://www.weltladen.de/politik-veraendern/initiative-lieferkettengesetz/)

Mitstreiter gesucht

Aktiv werden im Fairen Handel

Weltladen sucht Mitstreiter

Der Herborner Weltladen verändert mit dem Verkauf fair gehandelter Waren die Welt und das Einkaufserlebnis in der Stadt. Das ehrenamtliche Team, um den gemeinnützigen Herborner Weltladen e.V., bietet auf dem Kornmarkt eine Vielfalt attraktiver Produkte, die dazu beitragen können, den Lebensunterhalt der Erzeugerinnen und Erzeuger in den Ländern des Südens zu sichern. Ein Einkauf im Weltladen ist jederzeit auch Entdeckungsreise: Mit aromatischem Kaffee, feiner Schokolade, pikanten Gewürzen, handgefertigten Geschenkartikeln – entdecken Kunden hier Handwerk und Spezialitäten aus Ländern in Afrika, Südamerika und Asien. Darüber hinaus sind Bildungs- und Informationsveranstaltungen, wie die monatliche Vortragsreihe „Welt zu Gast im Weltladen“, wichtige Grundpfeiler der Vereinsarbeit.

Der Faire Handel versteht sich als Alternative zum konventionellen Handel mit Importwaren. Ziel sind verbesserte Arbeits- und Lebensbedingungen für die Produzenten in den sog. Entwicklungsländern. Das bedeutet: Erzeugerinnen und Erzeuger erhalten faire Preise, die ihnen ein Leben in Würde ermöglichen. Dass dies nicht selbstverständlich ist, wird deutlich, wenn man weiß, dass die Erlöse für viele Importprodukte im freien Welthandel so niedrig sind, dass KleinproduzentInnen kaum davon leben können.

Für den Ladenbetrieb in der Schulhofstraße 2 suchen die Engagierten des Herborner Weltladen stets weitere weltoffene Menschen, die Interesse an Entwicklungspolitik und Fairem Handel haben. Schon 30 Personen arbeiten im Team mit, und gewährleisten in zwei 4-Stunden-Schichten werktags den Betrieb des Weltladens. Damit dies auch in Zukunft erfolgreich klappt, sind jederzeit weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter in den Bereichen Ladendienst, Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit sowie zu besonderen Anlässen wie dem Fairen Frühstück oder der Faire Woche gesucht.

Im Laden mitarbeiten können Personen ab 18 Jahren, die wöchentlich, 14-tägig oder monatlich in einer der 4-Stunden Schichten aushelfen können. Neue Mitstreiter für den Ladendienst werden umfassend eingearbeitet. Wer sich vorstellen kann im Weltladen oder bei Veranstaltungen mitzuarbeiten, meldet sich bitte unter Angabe seiner Talente und Interesse beim Vorstand des Herborner Weltladen e.V.: E-Mail an mailherborner-weltladen.de oder telefonisch 02772/4765462.


Lernort Weltladen – unser Angebot

Der Herborner Weltladen ist nicht nur ein Fachgeschäft des Fairen Handels, als außerschulischer Lernort bietet er auch Bildungsangebote zum Thema „Globales Lernen“.

Der direkte Bezug zu globalen Waren – wie Kaffee, Kakao, Textilien aus Fairem Handel – gibt Einblick in globale Zusammenhänge und Konsequenzen des persönlichen Konsumverhaltens. Kleine Schülergruppen und Fachkurse der Fächer Politik und Wirtschaft, Geographie, Religion und Ethik erkundeten bisher den Weltladen. Unsere Bildungsangebote laden ein den Blick auf Konsum, Ungleichheit und Umweltschutz zu richten und etwas über Alternativen des Handelns im Alltag zu erfahren. Getreu dem Ausspruch Gandhis „Sei die Veränderung, die du sehen willst in der Welt“ können Lehrkräfte und Betreuer von Kindern und Jugendlichen aus Kitas, Schulen und anderen Institutionen Unterrichtsimpulse von ein bis zwei Unterrichtsstunden zu vereinbaren.

Sind Sie interessiert, dann schreiben Sie uns eine Mail an mailherborner-weltladen.de. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Durch den Kauf und Verkauf fair hergestellter Produkte leisten wir in Herborn einen aktiven Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit und sichern den ProduzentInnen  eine gerechte Entlohnung. Also Hilfe zur Selbsthilfe!

Der Herborner Weltladen e.V. ist Mitglied im Weltladen Dachverband und verpflichtet sich in seiner Arbeit der Konvention der Weltläden.

Der Herborner Weltladen

  • leistet Informations- und Bildungsarbeit,
  • arbeitet transparent und offen,
  • handelt sozial und umweltverträglich,
  • bietet praktische Handlungsmöglichkeiten

Lassen Sie sich von Geschmack und Qualität der fair hergestellten Produkte überzeugen und werden Sie so zu „Botschaftern für den Fairen Handel“ in Herborn!