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Die Welt zu Gast im Weltladen – NETZ

Werbung-Bilder-Wirklichkeit: koloniale Spuren in der Werbung

Der Herborner Weltladen lädt ein

In der Reihe „Die Welt zu Gast im Weltladen“ veranstaltet der Herborner Weltladen einen besonderen Abend. Wird sonst schwerpunktmäßig ein Land und dortige Projekte vorgestellt weitet sich diesmal der Blick.

Beim alltäglichen Lebensmittelkauf werden wir als Konsumenten mit allerlei exotischen Werbeslogans angelockt: „Die Würze Afrikas“ und „Das Beauty-Geheimnis Afrikas“ machen uns Neugierig auf den Inhalt der bunten Tütchen.

Doch was bewirkt diese Darstellung des Afrikanischen Kontinents in unseren Köpfen? Welche Stereotype werden durch diese Art von Marketing in uns hervorgerufen und vielleicht sogar verfestigt? Wieso lächeln uns eigentlich allzu oft People of Color von den Fair-Trade-Kaffeepackungen zu? Und warum sehen wir im Gegenzug nie einen weißen Milchbauern auf dem Schmierkäse, der im Kühlregal auf unseren Kauf wartet?

Mit diesen und weiteren kritischen Fragen im Gepäck besucht Lena Boeck, freiwillige Referentin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit bei NETZ Bangladesch, am 11. Februar den Weltladen in Herborn. Mit Hilfe von Bildern der alltäglichen Werbung des heutigen Produktdesigns möchte sie, gemeinsam in anschließender Diskussion mit unseren Gästen, hinterfragen, welche Kolonialen Spuren sich in unseren Supermärkten und auf Werbeplakaten finden lassen und wie wir als Konsumenten mit ihnen umgehen können.

Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist, wie immer, frei.

Die Welt zu Gast im Weltladen – Uganda

Uganda-Einblicke in ein gespaltenes Land

Aufmerksame Zuhörer beim Vortrag


In der Reihe „Die Welt zu Gast im Weltladen“ stellte Hannah Guth unter dem Titel „Uganda – Die Perle Afrikas“ dieses Land vor. Den Titel wählte sie in Anlehnung an Winston Churchill , der das Land 1907 bereiste und beeindruckt von der dortigen Natur war. Auch die Referentin des Abends hat sich in dieses Land, seine Natur und seine Menschen verliebt und das Land bereits dreimal bereist und zum Teil dort mehrere Monate gelebt.

Hannah Guth

Uganda ist ein afrikanischer Binnenstaat, in dem mehr als die Hälfte der Bevölkerung unter 25 Jahre ist. Die Referentin gab einen Abriss  über die blutige Geschichte des Landes unter der Herrschaft von Milton Obote und Idi Amin. Seit 1986 wird das Land von Yoveri Museveni regiert. Hannah Guth schilderte eindrucksvoll wie gespalten das Land ist, geteilt in einen bitterarmen Norden, der sehr gezeichnet ist von den Folgen von Jahrzehnte andauernden Bürgerkriegen. Insbesondere die LRA (Lord´s resistance army) wütete in diesem Teil des Landes und hinterließ verwüstetes Land und zerstörte Menschen.

Im südlichen Teil des Landes wächst hingegen die Wirtschaft und den Menschen geht es etwas besser.  So gut wie es eben in einem der ärmsten Länder der Welt gehen kann.

Frau Guth berichtete über ihr einjähriges Volontariat für den Verein „Vison für Afrika“ Dieser christliche Verein hilft vor allem durch schulische und berufliche Ausbildungsmaßnahmen und wird jetzt auch im Norden des Landes aktiv. Hier stehen vor allem Maßnahmen für eine Grundversorgung im Vordergrund, um die hygienische und medizinische Situation der Schulkinder zu verbessern.

Der Situation der Frauen räumte die Referentin in ihrem Vortrag besonderen Raum ein.   Unter anderem berichtete Sie über ein Projekt, in dem insbesondere alleinstehende oder alleinerziehende Frauendurch die Herstellung von Schmuck aus Papier ein eigenes Einkommen erzielen. Ein wichtiger Schritt zur Selbständigkeit in einer männerdominierten Gesellschaft, in der den Frauen wenig Wert zugemessen wird. Der Schmuck ist in den nächsten Wochen noch im Weltladen erhältlich.

Der Situation der Frauen räumte die Referentin in ihrem Vortrag besonderen Raum ein.   Unter anderem berichtete Sie über ein Projekt, in dem insbesondere alleinstehende oder alleinerziehende Frauendurch die Herstellung von Schmuck aus Papier ein eigenes Einkommen erzielen. Ein wichtiger Schritt zur Selbständigkeit in einer männerdominierten Gesellschaft, in der den Frauen wenig Wert zugemessen wird. Der Schmuck ist in den nächsten Wochen noch im Weltladen erhältlich.

+++Politische Morde bei GEPA-Partner PFTC auf den Philippinen+++

Brief-Aktion

Bereits 2014 wurden zwei Mitglieder der Fair-Handels-Organisation Panay Fair Trade Center ermordet. Am 15. August 2018 wurden sieben Personen aus dem Umfeld des Panay Fair Trade Center aus nächster Nähe ermordet. Von einem politischen Motiv ist auszugehen.
Die GEPA hat eine Petition zur Aufklärung dieses Verbrechens gestartet.  Näher Informationen auf https://www.gepa.de/home/meldungen/menschenrechte-pftc-petition-2018.html und in der u.s. Mail.

Sternsinger besuchen den Herborner Weltladen

Auch in diesem Jahr schrieben die Sternsinger wieder den Segen 20*C+M+B+19 an die Türe des Herborner Weltladens und sammelten Spenden für Kinder in Not. Der besondere Augenmerk der Sternsingeraktion lag in diesem Jahe bei behinderten Kindern in Peru.

Die Sternsingeraktion unterstützt aber auch andere Projekte für Kinder weltweit. Informationen unter www.sternsinger.de

Die Welt zu Gast im Weltladen – Uganda

Auch im neuen Jahr setzt der Herborner Weltladen seine Reihe mit Vortrags- und Informationsabenden unter dem Motto „Die Welt zu Gast im Weltladen“ fort.

Am Montag, dem 21.01. um 19.00 Uhr wird Hannah Guth das ostafrikanische Land vorstellen. Erstmals war sie von 2014 bis 2015 im Rahmen eines Volontariats für den Verein „Vision für Afrika“ in Mukuno tätig. „Vision for Africa“ ist eine international tätige Organisation, deren Ziel es ist, bedürftigen Kindern in Afrika (Schwerpunkt derzeit Uganda) eine Ausbildung zu ermöglichen und jungen Menschen die Perspektive für eine gute Zukunft in ihrer Heimat zu geben. Seit Anfang 2006 betreibt der Verein dort einige Kinderhäuser und ein eigenes Ausbildungszentrum, sowie eine Klinik und viele andere Einrichtungen.

In diesem Jahr war Hannah Guth erneut für mehrere Monate in Uganda und hat mit Frauen zusammengearbeitet, die Schmuck und andere kunsthandwerkliche Produkte herstellen.

Uganda kommt in letzter Zeit kaum noch in den Schlagzeilen vor. Zu Zeiten Idi Amins, der das Land in den 1970er Jahren beherrschte und während des Bürgerkriegs angefacht durch die Lord´s Resistance Army war dies anders.

Hannah Guth wird über das heutige Uganda berichten, das nach wie vor unter den Folgen von Bürgerkriegen und autokratischen Herrschern leidet.  Sie stellt die hoffnungsmachenden Projekte, vor die sie dort kennengelernt hat.

Die Veranstaltung findet  im Ladenlokal am Herborner Kornmarkt statt. Der Eintritt ist frei. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit zu Rückfragen und weiteren Gesprächen.”

Märchenzeit im Herborner Weltladen – am 3. Dezember um 19 Uhr

Alle Jahre wieder in der Adventszeit lädt der Herborner Weltladen zu einem besonderen Abend im Rahmen der Reihe „Die Welt zu Gast im Weltladen“ in das Ladenlokal am Kornmarkt ein.

Sieglinde Reich ist zum wiederholten Male eingeladen um aus ihrem reichen Repertoire Geschichten zu erzählen. Die Märchenerzählerin nimmt die Zuhörer mit in das Geschehen hinein, über den Augenkontakt, über die Stimme, über die Kraft des Bildes und über das Fühlen und Erfahren. Sie ist ganz bei ihrem Publikum. Wer Sie schon einmal erlebt hat , darf sich schon darauf freuen-  wer sie noch nicht kennt, sollte sie entdecken.

Die Besucher erwartet eine Reise nach Mittel- und Südamerika, wo sie in  Mexico, Brasilien, Chile und Peru halt machen, um fantastische Märchen dieser Länder zu hören. Vielleicht gelangen sie sogar bis an das Ende des Kontinents, nach Feuerland, mal sehen und vor allem hören….

Am Montag, dem 03.12. um 19.00 Uhr beginnt dieser märchenhafte Abend im weihnachtlich dekorierten Herborner Weltladen, wo bis zu 30 Personen Platz finden. Der Eintritt ist frei.

Weltladentag 2018: Unterschriften übergeben

Menschen- und Arbeitsrechte weltweit verbindlich schützen

Dies war das Motto der diesjährigen Kampagne zum Weltladentag. Damit knüpfte sie nahtlos an ,an die Kampagnen früherer Jahre: Mensch. Macht. Handel. Fair.

Auftakt der Kampagne am 1.Mai

Kernstück der Kampagne war eine Unterschriftensammlung mit welcher die heimischen Bundestagsabgeordneten aufgefordert werden, sich für eine gesetzliche Regelung der Produzentenhaftung stark zu machen. Bislang setzt der Nationale Aktionsplan nur auf die Freiwilligkeit der größten Unternehmen sie zur Einhaltung der Menschen- und Arbeitsrechte entlang der gesamten Lieferkette zu verpflichten. Andere Staaten sind hier schon weiter. Frankreich z.B. hat bereits ein entsprechendes Gesetz verabschiedet, welches Unternehmen verpflichtet offenzulegen wie sie die Arbeits- und Menschenrechte in ihren Zulieferbetrieben schützen.

 

Der Herborner Weltladen begann seine Unterschriftensammlung am Tag der Arbeit, 01.05.2018 auf dem Herborner Marktplatz. Die jährlich stattfindende Kundgebung der IG Metall war u.E. der ideale Start für eine Kampagne bei der es um Arbeitnehmerrechte geht.

Während des gesamten Jahres lag die Unterschriftenliste im Laden Aus und abschließend wurden nochmals geballt anlässlich des diesjährigen Bio und Regionalmarktes auf dem Kornmarkt gesammelt.

Dagmar Schmidt im Gespräch

261 Unterschriften kamen so zusammen. Auf unsere Anfrage an die heimischen Bundestagsabgeordneten Meldeten sich sowohl Frau Dagmar Schmidt (SPD) als auch Herr Irmer (CDU).

Mit Frau Schmidt wurde daraufhin ein Termin in unserem Laden vereinbart. Sie nahm sich 1,5 Stunden Zeit um mit uns zu diskutieren und die Unterschriften entgegenzunehmen. Frau Schmidt sagte ihre Unterstützung zu. Die KollegInnen vom Weltladen Dillenburg kamen ebenfalls vorbei um ihre gesammelten Unterschriften weiterzuleiten.

Frank Sträßer bei der Übergabe der Unterschriften an Herrn Irmer

 

 

 

 

Am 25.10. fand dann auch ein Treffen im Wahlkreisbüro von Herrn Irmer statt. Auch er nahm die Unterschriften entgegen und wollte sie weiterleiten.

 

 

 

 

Die Welt zu Gast im Weltladen – Oikocredit

Am Montag, 15. Oktober, 19:00 Uhr

 

Kakao statt Koka in Peru

Viele kleinbäuerliche Familien in Peru schließen sich zu Genossenschaften zusammen, um gemeinsam ihre Felder zu bearbeiten oder ihre Ernte zu vermarkten. So auch im Norden von Peru. Dort bauen etwa 5.000 Familien gemeinsam Kakao an. Früher war es kaum möglich, mit den Erträgen aus Kakao eine Familie zu ernähren. Der illegale Koka-Anbau war oft die einzige Alternative. Seitdem die Genossenschaft Norandino ihren bio-zertifizierten Kakao über den Fairen Handel verkaufen, haben sich für die Kleinbauern die Lebensverhältnisse nachhaltig verbessert. Unterstützt hat diese positive Entwicklung auch die Ökumenische Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit, die landwirtschaftliche Genossenschaften in Peru und weltweit mit fairen Krediten unterstützt.

Um solche und andere positiven Entwicklungen geht es in unserem Vortrag „Kakao statt Koka – Entwicklung fördern durch faire Kredite für faire Schokolade aus Peru“.

Die Referentin Silvia Winkler vom Oikocredit Förderkreis Hessen-Pfalz wird über die Situation in Peru berichten und über Initiativen aus der Armut, die von Oikocredit mit fairen Krediten unterstützt werden.

Die Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit wurde 1975 vom Ökumenischen Rat der Kirchen gegründet und engagiert sich seitdem für weltweite Gerechtigkeit und Solidarität. Sie wirbt dafür, dass Menschen und Organisationen ihre Rücklagen ethisch verantwortliche und sozial wirksam anlegen und vergibt mit diesem Kapital Kredite und Eigenkapital in Entwicklungs- und Schwellenländern. Oikocredit fördert damit sowohl Genossenschaften und soziale Unternehmen als auch Mikrofinanzinstitute, die ihrerseits nach den Werten von Oikocredit Kleinkredite insbesondere im ländlichen Bereich vergeben.

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns zu diskutieren und die fair-gehandelte Bio-Schokolade aus Peru zu verkosten.

Die Veranstaltungsreihe „Die Welt zu Gast im Weltladen“ findet einmal monatlich montags um 19.00 Uhr im Herborner Weltladen statt. Auf Klappstühlen finden bis zu 30 Gäste Platz. Der Eintritt ist frei

Die Welt zu Gast im Weltladen – Nachlese

Nelson Perez aus Bolivien zu Gast im Herborner Weltladen

Nelson Perez hatte einen weiten Weg hinter sich, als er in der vergangenen Woche den Herborner Weltladen besuchte. Aus Bolivien  ist er angereist, um über den dortigen Quinoa-Anbau zu berichten. Im Rahmen der Fairen Woche besuchte er zusammen mit einer Vertreterin von El Puente, der deutschen Importorganisation, verschiedene Städte in Deutschland.

Quinoa wird in einer Höhe von rund 3.700 m unter extremen klimatischen Bedingungen angebaut. Von der Vorbereitung der Felder bis zur Ernte dauert es 15 Monate. Um den Boden nicht auszulaugen, wird immer nur ein Drittel der vorhandenen Ackerfläche bepflanzt.

Bis in die 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts bestand kaum eine Nachfrage für Quinoa. Dabei wird sie bereits seit über 5000 Jahren in den Anden angebaut. 1983 gründeten Quinoa Produzentinnen aus Bolivien ANAPQUI , einen Zusammenschluss von 15 Kooperativen, in denen mittlerweile 3000 Familien zusammengeschlossen sind ,um bessere Arbeitsbedingungen und bessere Erlöse zu erzielen. Nelson Perez ist ihr derzeitiger Präsident. In einem spannenden Vortrag berichtete er über die Arbeit der Kooperativen und den besonderen Herausforderungen durch den Klimawandel. Ziel ist eine nachhaltige Wertschöpfungskette des Quinoaanbaus. Mit Hilfe von Registern ist die Rückverfolgbarkeit des Quinoa bis zu den einzelnen Produzenten gewährleistet. Durch die Klimaerwärmung sind die Pflanzen durch Schädlinge gefährdet, die es früher nicht gab. Daher organisiert ANAPQUI Fortbildungen zu biologischer Schädlingsbekämpfung.

Für die Bauern im Hochland war Quinua schon immer ein Grundnahrungsmittel, während im Rest des Landes die Pflanze eher als minderwertig galt. Erst seit ein paar Jahren wird der Nährwert erkannt und geschätzt. So gibt die Regierung mittlerweile Lebensmittelpakete mit Quinoa für Schwangere und stillende Frauen aus. Seit einigen Jahren ist Nachfrage nach dem der von Natur aus glutenfreien Quinoa weltweit gestiegen. Ihr Gehalt an Eiweiß, Mineralien, Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren übertrifft alle europäischen Getreidearten. Europa ist für ANAPQUI der größte Absatzmarkt – 40% des Exportes werden über den fairen Handel vertrieben, der Rest größtenteils über den Bio-Markt.

Die jungen Quinoa-Pflanzen werden durch Hecken vor dem Wind geschützt

Die Quinoa-Ernte geschieht in Handarbeit

 

Die zahlreichen Besucher des Abends nutzen nach der Verkostung von Quinoa-Bratlingen und Quinoakuchen rege die Möglichkeit zu Fragen an den Referenten.

Nelson Perez verabschiedete sich mit dem Hinweis, dass Herborn die schönste Stadt sei, die er auf seiner Rundreise durch Deutschland besucht habe.

Tag der Regionen am 7. Oktober von 10 bis 18 Uhr – wir sind dabei!

Am Tag der Regionen sind wir in der großen Turnhalle des Johanneum-Gymnasiums mit dem Bananenparcours vor Ort – machen Sie mit!

 

Bananen gehören in Deutschland mit zum beliebtesten Obst.

Gut 12 Kilogramm Bananen verspeist jeder Bundesbürger jährlich. Das sind rund ein Zehntel der weltweiten Produktion!

Bananen sind oft billiger als einheimisches Obst, und das, obwohl sie Tausende von Kilometer zurückgelegt haben, bevor sie bei uns im heimischen Supermarkt verkauft werden können. Wie kann das sein?

Viele KonsumentInnen wissen oft nicht, welche Geschichten hinter den Produkten stehen, die aus den Ländern des Südens zu uns nach Deutschland kommen, um hier verkauft zu werden.

Der Bananenparcours bietet Informationen und zeigt Alternativen durch den fairen Handel auf.

(Quelle: Banafair)