Unsere Öffnungszeiten:

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Samstag

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Telefonnummer: 02772/4765462

Schulhofstraße 2, direkt am Kornmarkt

 

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Israel und Palästina zu Gast im Weltladen

Pfarrer Wolfgang Grieb berichtet über Zeichen der Hoffnung in politischer Eiszeit

Näheres lesen Sie hier

„Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ – Sternsinger besuchen den Weltladen.

Die Sternsinger der Katholischen Kirchengemeinde St. Petrus waren auch in diesem Jahr wieder zu Besuch im Weltladen.

Thema der diesjährigen Sternsingeraktion ist Kinderarbeit.

“Kinder sind durch internationales Recht in fast allen Staaten der Erde vor Ausbeutung geschützt –eigentlich. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Weltweit arbeiten 168 Millionen Kinder und Jugendliche. Die weitaus meisten tun das nicht freiwillig,viele werden ausgebeutet und missbraucht. Allein in Indien, dem Beispielland der Aktion Dreikönigssingen 2018, arbeiten rund 60 Millionen Kinder. Gegen das Unrecht der ausbeuterischen Kinderarbeit setzen sich die Projektpartner der Sternsinger in Indien und weltweit ein. Sie bieten arbeitenden
Kindern geschützte Räume, in denen sie lernen und sich erholen können. Sie sorgen für Unterricht und Ausbildung und helfen dabei, die Lebensumstände armer Familien zu verbessern, damit die Kinder nicht zum Einkommen beitragen müssen. Und sie befreien Kinder aus schlimmsten Formen der Sklaverei. Zugleich sorgen sie auf vielfältige Weise dafür, arbeitende Kinder selbst zu stärken.” (Quelle: dks-Werkheft)
Weitreichende Informationen zur Kinderarbeit und der Sternsingeraktion finden sie hier

Ein märchenhafter Abend im Weltladen

Von kleinen Vögeln und blauen Rosen”

Im Herborner Weltladen war wieder Märchenstunde. Alle Jahre wieder besucht die Herborner Märchenerzählerin Sieglinde Reich zur Adventszeit das vorweihnachtlich geschmückte Ladenlokal am Herborner Kornmarkt.

Im Gepäck hatte sie diesmal Märchen aus Indien, Kambodscha und anderen Ländern Asiens.

Die Zuhörer lauschten der Geschichte vom kleinen Vogel Tschatschatatutu, der sein Nest gegen eine Zwergmaus verteidigt und dadurch eine Verkettung von Unglücken heraufbeschwört die dazu führen, dass der mächtige Phönix sein einziges Ei verliert.

Die Tochter des chinesischen Kaisers, die eigentlich nicht heiraten will, stellt die nahezu unmögliche Aufgabe, dass sie den zum Manne nehmen wird, der ihr eine blaue Rose schenkt. Schließlich zeigt sich, dass wahre Liebe auch aus weiß blau machen kann.

Und ein listiger Papagei, der sein Dasein in dem Käfig eines Kaufmanns verlebt, erlangt durch die Hilfe seiner gefiederten Freunde in der Natur seine Freiheit wieder.

All diese Geschichten und noch weitere Märchen verzauberten die Zuhörer die der ausdrucksstarken Stimme und dem Minenspiel mucksmäuschenstill lauschten.

Wie in jedem Jahr gingen auch in diesem Jahr die Spenden der Besucher an ein Land aus dem auch die Märchen stammten. Dieses Mal ging der Erlös an ein Projekt zur Unterstützung der aus Myanmar geflüchteten Rohingya .

Am Ende des Abends bummelten die Besucher noch durch das Ladenlokal und ließen sich für den Weihnachtsabend inspirieren.”

Wir haben für Sie eingekauft

Wärmendes für die kühle Jahreszeit und viele schöne Geschenkideen…

schauen Sie doch mal rein!

Märchenhaftes im Weltladen am 4. Dezember um 19 Uhr

Märchen sind Bilder der Seele und handeln von den Lebensthemen der Menschen, so ist es bei allen Völkern dieser Erde. Um ein Gespür für die Kultur der Länder unserer “Lieferanten” des Weltladens zu bekommen, gehen wir jedes Jahr einmal in die Märchenwelt der verschiedenen Kontinente. Dieses Jahr ist der große Raum “Asien” ausgewählt und  ein kleiner Einblick in die Vielfalt der asiatischen Märchen wird  die Zuhörer für eine Weile in den zauberhaften Bann fremder Kulturen hüllen. Die Märchenerzählerin Sieglinde Reich wird am 4. Dezember um 19 Uhr bei uns zu Gast sein und mit heiteren, tiefsinnigen oder auch einfach nur nett anzuhörenden Geschichten dem Publikum ein märchenhaftes Erlebnis schenken.

 

Aus erster Hand erfahren wie Fairer Handel funktioniert: Produzenten zu Gast im Weltladen

Zur Fairen Woche, Ende September, berichteten Kleinunternehmer aus Ecuador und Kolumbien im Herborner Weltladen über ihre Arbeit. Im Rahmen des diesjährigen Ökomarktes besuchten die Bananenproduzenten Yhony Yanzaguano und Marcelo Matute vom ecuadoriansichen Bauernverband Urocal Herborn. Eine ebenso weite Reise hatte der Schmuckproduzent Omar Hurtado aus Bogota/Kolumbien hinter sich, der Schmuckstücke nach präkolumbischem Vorbild fertigt.

Gerade für Kleinbauern und Kleinproduzenten von Kunsthandwerk ist es schwer, ihre Ware international oder auf dem Binnenmarkt zu vermarkten. Um die Kräfte zu bündeln, schließen sich viele Kleinbauern zu Bauernverbänden oder Genossenschaften zusammen.

Der vorgestellte Bauernverband UROCAL wurde 1973 gegründet, etwa 120 Familien haben sich im Verband organisiert und bewirtschaften nach einer Landreform etwa jeweils 8 Hektar Land in Mischkultur. Neben Bananen gedeihen auf ihren Feldern Kakao, Nutzholzbäume, Zitrusfrüchte und Gemüse, die strenge Naturland-Standards erfüllen. Der Bananenanbau erfolgt ganzjährig und in Handarbeit, wobei eine Staude erst nach etwa neun Monaten Früchte trägt. Die nachhaltige Bewirtschaftung wirkt sich positiv auf den Geschmack der Bananen aus, die deutlich aromatischer sind als konventionell angebaute Früchte. Die Düngung der Bananenstauden erfolgt durch Bananenblätter, Kakaoschalen und Schlingpflanzen, die den Boden nitrathaltig machen und die Feuchtigkeit halten. Unkraut wird von Hand beseitigt.

Pro Hektar können im biodiversen Anbau 18-20 Kisten Bananen erwirtschaftet werden – im konventionellen Anbau sind es 50 Kisten. Während im konventionellen Anbau die Tüten, die beim Wachstum der Bananen zum Schutz vor Schädlichen um die Bananenstauden gelegt werden mit Insektiziden imprägniert sind – kommen auf den Plantagen von Urocal unbehandelte Säcke  und beispielsweise ätherische Öle zum Einsatz.

Den Vertrieb der fair gehandelten Bananen in Deutschland organisiert seit 1998  Banafair. Diese langfristige Zusammenarbeit sichert den Bauern von Urocal eine feste Einkommensquelle über dem Weltmarktpreis. Die Fair Trade Prämie ermöglicht  unter anderem die Verbesserung der Pflanzenvielfalt in Mischkultur und Agroforstsystem.  Investitionen in  Gemeinschaftseinrichtungen können damit getätigt werden, seien es bauliche Verbesserungen für Versammlungsräume, Waschbecken für die Bananen, Essensräume, Toiletten, Abwassersysteme, Plastiksammelstellen oder für die Herstellung von Bio-Düngern u.a.m.

Bonuszahlungen an die Beschäftigten werden für Gesundheitsvorsorge und

Arztbesuche eingesetzt.  Auch Schulutensilien werden damit finanziert, Fortbildungskurse in Anbautechniken und Arbeitsschutz angeboten sowie

Weihnachtspräsentkörbe an die Produzentenfamilien und Arbeiter ausgegeben.

und Arbeitsschutz durchgeführt. Teile der Prämie werden auch für die Siegelkosten, ohne die ein Vertrieb im Fairen Handel nicht möglich wäre, eingesetzt.

Ein zweiter Vortrag mit Produzentenvertreter Omar Hurtado aus Bogotá führte interessierte Zuhörer ein in die filigrane Goldkunst der Goldschmiede der präkolumbianischen Kulturen der Sinú, Calima, Nariño, Quimbaya und Tairona. Sie galten als Meister ihrer Kunst und genossen einen besonderen Status in der Gesellschaft.

In seiner Werkstatt Precolombian S.A.S. in Bogotá arbeiten zwölf Frauen und Männer für einen fairen Lohn zu flexiblen Arbeitszeiten. Sie fertigen Replikate des Muséo del Oro in Bogotá.  Im Museo del Oro in Bogotá sind einige der berühmtesten Gegenstände südamerikanischer Kulturen aus vorspanischer Zeit ausgestellt. Gold galt in präkolumbischer Zeit als eine Brücke zu den Göttern und durfte nur von Priestern und anderen Führungspersönlichkeiten getragen werden.

Von den Originalen inspiriert ist der Goldschmuck den der Goldschmied Omar Hurtado für die edén-Kollektion des Handelspartners GLOBO herstellt, in dem Museum erlernte von der Pike seine Handwerkskunst. In der kleinen Werkstatt  arbeiten zwölf Frauen und Männer für einen fairen Lohn zu flexiblen Arbeitszeiten. Beiträge für die Kranken- und Rentenversicherungen sowie Fahrtkosten für den Weg zur Arbeit werden vom Betrieb gezahlt. In den Schulferien haben die vorwiegend alleinerziehenden Angestellten die Möglichkeit ihre Kinder in die Werkstatt mitzubringen, falls keine andere Betreuung möglich ist. Für das Herstellen der mit Gold galvanisierten Silberschmuckstücke ist viel präzise Handarbeit gefragt: Nicht nur das Design, auch die Herstellungsart ist nah an den Vorbildern aus präkolumbischer Zeit. Auf die Authentizität der Schmuckstücke sind Omar und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders stolz.

Beide Vorträge innerhalb der Fairen Woche, da waren sich Besucher und Vorstand des Herborner Weltladen e.V. einig, boten einen tiefen und überaus spannenden Einblick in die faire Herstellung von  hochwertigen Produkten. Zu zweiten Mal nach 2016 ist es dem Weltladen Team gelungen Fairhandels-Produzenten nach Herborn einzuladen. Auch 2018 sollen wieder Produzenten aus aller Welt willkommen sein.

Gastspiel der Berliner Compagnie am 28.10.

 

Der Herborner Weltladen e.V. macht Theater!!!

Am Samstag dem 28.10. um 20.00 Uhr gastiert die Berliner Compagnie im Bürgerhaus Herborn-Burg . Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen eine der besten politischen Theatergruppen Deutschlands zu engagieren. Bereits seit 1982 macht die freie Theatergruppe von sich reden. Ihre Stücke thematisieren immer brisante Themen.  Die Stücke werden von der Gruppe selbst entwickelt und geschrieben. Titel wie „ Der Prozess gegen die Neun von Cantonsville“ (1982), „Die Aussiedlerin“ (1990), „Ken Saro Wiwa-Blut für Öl“ (1998), um nur einige zu nennen,  sprechen für sich.  Auf Kirchentagen, Gewerkschaftsveranstaltungen, Friedensfesten, aber eben auch in ganz „normalen“ Sälen spielt das Tourneetheater bundesweit. Für ihre Arbeit und ihr Engagement wurde ihnen 2009 der Aachener Friedenspreis verliehen.

In ihrem Stück gehen „DIE WEISSEN KOMMEN beleuchten sie diejenigen Ursachen für Hunger und Flucht in Afrika, die mit uns, mit Europa zu tun haben.

Wir freuen uns auf einen spannenden Theaterabend und freuen uns , wenn auch Sie Lust haben eine ganz besondere Theatervorführung zu erleben.

 

INHALT

HINTERGRÜNDE ZUM STÜCK

DIE BERLINER COMPAGNIE

Vorverkauf ab sofort im Herborner Weltladen.

Kartenbestellung auch telefonisch unter 02772-4765462 oder per Mail: mailherborner-weltladen.de

Das Bürgerhaus Herborn-Burg ist mit der Bahn aus Richtung Gießen und Siegen zu erreichen  (Bahnhaltepunkt Herborn-Burg Nord)

 

Die Veranstaltung wird gefördert mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes und des Katholischen Fonds.

Burkina Faso zu Gast im Weltladen

Die Ordensschwester Hilaria Puthirikkal betreut seit 2011 in Bobo-Dioulasso, der zweitgrößten Stadt in Burkina Faso, inhaftierte Frauen. Die Bedingungen in den einheimischen Gefängnissen sind katastrophal. Viele Frauen sitzen oft jahrelang in Haft, ohne dass ein Urteil fällt. Schwester Hilaria besucht die Frauen regelmäßig, informiert sie über ihre Rechte, spricht auch über Themen, die in Burkina Faso tabuisiert werden: Genitalverstümmelung, Frühehe und HIV und Aids. Neben der Gefängnisarbeit hilft Schwester Hilaria jungen Frauen, mit einer kleinen Starthilfe eigene einkommensschaffende Projekte zu starten. Damit können die Frauen die Familie versorgen und die Kinder zur Schule schicken, denn Frauen und Kinder sind die ersten Opfer der extremen Armut des Landes.

Nachlese

Bericht über einen märchenhaften Abend mit Sieglinde Reich im Advent 2017

 

 

Bericht über die Produzentenbesuche von Urocal (Bananen aus Ecuador) und Precolumbian (Goldschmuck aus Kolumbien) während der fairen Woche 2017

“Saat für Vielfalt” E-Cards an die EU-Kommission

Mit dieser E-Card-Aktion von MISEREOR wird die EU-Wettbewerbskommissarin Vestager aufgefordert, die Fusion von Bayer und Monsanto abzulehnen. Diese Fusion schadet Kleinbauern in Afrika, Asien und lateinamerika, europäischen Landwirten und unserer Umwelt. Ausführliche Hintergrundinformationen und E-Card hierhttps://www.misereor.de/fileadmin/user_upload/8.Saat_fuer_Vielfalt/Bilder/teaser-facebook-sei-unser-pflanzenschutzmittel-gegen-hunger.jpg