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Wir haben für Sie eingekauft

Wärmendes für die kühle Jahreszeit und viele schöne Geschenkideen…

schauen Sie doch mal rein!

Märchenhaftes im Weltladen am 4. Dezember um 19 Uhr

Märchen sind Bilder der Seele und handeln von den Lebensthemen der Menschen, so ist es bei allen Völkern dieser Erde. Um ein Gespür für die Kultur der Länder unserer “Lieferanten” des Weltladens zu bekommen, gehen wir jedes Jahr einmal in die Märchenwelt der verschiedenen Kontinente. Dieses Jahr ist der große Raum “Asien” ausgewählt und  ein kleiner Einblick in die Vielfalt der asiatischen Märchen wird  die Zuhörer für eine Weile in den zauberhaften Bann fremder Kulturen hüllen. Die Märchenerzählerin Sieglinde Reich wird am 4. Dezember um 19 Uhr bei uns zu Gast sein und mit heiteren, tiefsinnigen oder auch einfach nur nett anzuhörenden Geschichten dem Publikum ein märchenhaftes Erlebnis schenken.


Aus erster Hand erfahren wie Fairer Handel funktioniert: Produzenten zu Gast im Weltladen

Zur Fairen Woche, Ende September, berichteten Kleinunternehmer aus Ecuador und Kolumbien im Herborner Weltladen über ihre Arbeit. Im Rahmen des diesjährigen Ökomarktes besuchten die Bananenproduzenten Yhony Yanzaguano und Marcelo Matute vom ecuadoriansichen Bauernverband Urocal Herborn. Eine ebenso weite Reise hatte der Schmuckproduzent Omar Hurtado aus Bogota/Kolumbien hinter sich, der Schmuckstücke nach präkolumbischem Vorbild fertigt.

Gerade für Kleinbauern und Kleinproduzenten von Kunsthandwerk ist es schwer, ihre Ware international oder auf dem Binnenmarkt zu vermarkten. Um die Kräfte zu bündeln, schließen sich viele Kleinbauern zu Bauernverbänden oder Genossenschaften zusammen.

Der vorgestellte Bauernverband UROCAL wurde 1973 gegründet, etwa 120 Familien haben sich im Verband organisiert und bewirtschaften nach einer Landreform etwa jeweils 8 Hektar Land in Mischkultur. Neben Bananen gedeihen auf ihren Feldern Kakao, Nutzholzbäume, Zitrusfrüchte und Gemüse, die strenge Naturland-Standards erfüllen. Der Bananenanbau erfolgt ganzjährig und in Handarbeit, wobei eine Staude erst nach etwa neun Monaten Früchte trägt. Die nachhaltige Bewirtschaftung wirkt sich positiv auf den Geschmack der Bananen aus, die deutlich aromatischer sind als konventionell angebaute Früchte. Die Düngung der Bananenstauden erfolgt durch Bananenblätter, Kakaoschalen und Schlingpflanzen, die den Boden nitrathaltig machen und die Feuchtigkeit halten. Unkraut wird von Hand beseitigt.

Pro Hektar können im biodiversen Anbau 18-20 Kisten Bananen erwirtschaftet werden – im konventionellen Anbau sind es 50 Kisten. Während im konventionellen Anbau die Tüten, die beim Wachstum der Bananen zum Schutz vor Schädlichen um die Bananenstauden gelegt werden mit Insektiziden imprägniert sind – kommen auf den Plantagen von Urocal unbehandelte Säcke  und beispielsweise ätherische Öle zum Einsatz.

Den Vertrieb der fair gehandelten Bananen in Deutschland organisiert seit 1998  Banafair. Diese langfristige Zusammenarbeit sichert den Bauern von Urocal eine feste Einkommensquelle über dem Weltmarktpreis. Die Fair Trade Prämie ermöglicht  unter anderem die Verbesserung der Pflanzenvielfalt in Mischkultur und Agroforstsystem.  Investitionen in  Gemeinschaftseinrichtungen können damit getätigt werden, seien es bauliche Verbesserungen für Versammlungsräume, Waschbecken für die Bananen, Essensräume, Toiletten, Abwassersysteme, Plastiksammelstellen oder für die Herstellung von Bio-Düngern u.a.m.

Bonuszahlungen an die Beschäftigten werden für Gesundheitsvorsorge und

Arztbesuche eingesetzt.  Auch Schulutensilien werden damit finanziert, Fortbildungskurse in Anbautechniken und Arbeitsschutz angeboten sowie

Weihnachtspräsentkörbe an die Produzentenfamilien und Arbeiter ausgegeben.

und Arbeitsschutz durchgeführt. Teile der Prämie werden auch für die Siegelkosten, ohne die ein Vertrieb im Fairen Handel nicht möglich wäre, eingesetzt.

Ein zweiter Vortrag mit Produzentenvertreter Omar Hurtado aus Bogotá führte interessierte Zuhörer ein in die filigrane Goldkunst der Goldschmiede der präkolumbianischen Kulturen der Sinú, Calima, Nariño, Quimbaya und Tairona. Sie galten als Meister ihrer Kunst und genossen einen besonderen Status in der Gesellschaft.

In seiner Werkstatt Precolombian S.A.S. in Bogotá arbeiten zwölf Frauen und Männer für einen fairen Lohn zu flexiblen Arbeitszeiten. Sie fertigen Replikate des Muséo del Oro in Bogotá.  Im Museo del Oro in Bogotá sind einige der berühmtesten Gegenstände südamerikanischer Kulturen aus vorspanischer Zeit ausgestellt. Gold galt in präkolumbischer Zeit als eine Brücke zu den Göttern und durfte nur von Priestern und anderen Führungspersönlichkeiten getragen werden.

Von den Originalen inspiriert ist der Goldschmuck den der Goldschmied Omar Hurtado für die edén-Kollektion des Handelspartners GLOBO herstellt, in dem Museum erlernte von der Pike seine Handwerkskunst. In der kleinen Werkstatt  arbeiten zwölf Frauen und Männer für einen fairen Lohn zu flexiblen Arbeitszeiten. Beiträge für die Kranken- und Rentenversicherungen sowie Fahrtkosten für den Weg zur Arbeit werden vom Betrieb gezahlt. In den Schulferien haben die vorwiegend alleinerziehenden Angestellten die Möglichkeit ihre Kinder in die Werkstatt mitzubringen, falls keine andere Betreuung möglich ist. Für das Herstellen der mit Gold galvanisierten Silberschmuckstücke ist viel präzise Handarbeit gefragt: Nicht nur das Design, auch die Herstellungsart ist nah an den Vorbildern aus präkolumbischer Zeit. Auf die Authentizität der Schmuckstücke sind Omar und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders stolz.

Beide Vorträge innerhalb der Fairen Woche, da waren sich Besucher und Vorstand des Herborner Weltladen e.V. einig, boten einen tiefen und überaus spannenden Einblick in die faire Herstellung von  hochwertigen Produkten. Zu zweiten Mal nach 2016 ist es dem Weltladen Team gelungen Fairhandels-Produzenten nach Herborn einzuladen. Auch 2018 sollen wieder Produzenten aus aller Welt willkommen sein.

Gastspiel der Berliner Compagnie am 28.10.

 

Der Herborner Weltladen e.V. macht Theater!!!

Am Samstag dem 28.10. um 20.00 Uhr gastiert die Berliner Compagnie im Bürgerhaus Herborn-Burg . Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen eine der besten politischen Theatergruppen Deutschlands zu engagieren. Bereits seit 1982 macht die freie Theatergruppe von sich reden. Ihre Stücke thematisieren immer brisante Themen.  Die Stücke werden von der Gruppe selbst entwickelt und geschrieben. Titel wie „ Der Prozess gegen die Neun von Cantonsville“ (1982), „Die Aussiedlerin“ (1990), „Ken Saro Wiwa-Blut für Öl“ (1998), um nur einige zu nennen,  sprechen für sich.  Auf Kirchentagen, Gewerkschaftsveranstaltungen, Friedensfesten, aber eben auch in ganz „normalen“ Sälen spielt das Tourneetheater bundesweit. Für ihre Arbeit und ihr Engagement wurde ihnen 2009 der Aachener Friedenspreis verliehen.

In ihrem Stück gehen „DIE WEISSEN KOMMEN beleuchten sie diejenigen Ursachen für Hunger und Flucht in Afrika, die mit uns, mit Europa zu tun haben.

Wir freuen uns auf einen spannenden Theaterabend und freuen uns , wenn auch Sie Lust haben eine ganz besondere Theatervorführung zu erleben.

 

INHALT

HINTERGRÜNDE ZUM STÜCK

DIE BERLINER COMPAGNIE

Vorverkauf ab sofort im Herborner Weltladen.

Kartenbestellung auch telefonisch unter 02772-4765462 oder per Mail: mailherborner-weltladen.de

Das Bürgerhaus Herborn-Burg ist mit der Bahn aus Richtung Gießen und Siegen zu erreichen  (Bahnhaltepunkt Herborn-Burg Nord)

 

Die Veranstaltung wird gefördert mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes und des Katholischen Fonds.

Burkina Faso zu Gast im Weltladen

Die Ordensschwester Hilaria Puthirikkal betreut seit 2011 in Bobo-Dioulasso, der zweitgrößten Stadt in Burkina Faso, inhaftierte Frauen. Die Bedingungen in den einheimischen Gefängnissen sind katastrophal. Viele Frauen sitzen oft jahrelang in Haft, ohne dass ein Urteil fällt. Schwester Hilaria besucht die Frauen regelmäßig, informiert sie über ihre Rechte, spricht auch über Themen, die in Burkina Faso tabuisiert werden: Genitalverstümmelung, Frühehe und HIV und Aids. Neben der Gefängnisarbeit hilft Schwester Hilaria jungen Frauen, mit einer kleinen Starthilfe eigene einkommensschaffende Projekte zu starten. Damit können die Frauen die Familie versorgen und die Kinder zur Schule schicken, denn Frauen und Kinder sind die ersten Opfer der extremen Armut des Landes.

Nachlese

Bericht über die Produzentenbesuche von Urocal (Bananen aus Ecuador) und Precolumbian (Goldschmuck aus Kolumbien) während der fairen Woche 2017

“Saat für Vielfalt” E-Cards an die EU-Kommission

Mit dieser E-Card-Aktion von MISEREOR wird die EU-Wettbewerbskommissarin Vestager aufgefordert, die Fusion von Bayer und Monsanto abzulehnen. Diese Fusion schadet Kleinbauern in Afrika, Asien und lateinamerika, europäischen Landwirten und unserer Umwelt. Ausführliche Hintergrundinformationen und E-Card hierhttps://www.misereor.de/fileadmin/user_upload/8.Saat_fuer_Vielfalt/Bilder/teaser-facebook-sei-unser-pflanzenschutzmittel-gegen-hunger.jpg

Unsere Veranstaltungen zur Fairen Woche

Am Samstag, dem 23. September sind wir beim Herborner Ökomarkt von 9-13 Uhr auf dem Kornmarkt mit Informationen zur Fairen Woche vertreten.

Plakat:Banafair

Am Samstag, dem 23. September um 14 Uhr erwarten wir Besuch von Yhony Yanzaguano und Marcelo Matute vom ecuadorianischen Bauernverband Urocal. Über Banafair beziehen wir die leckeren Bananen von Urocal. Einen Bericht über ihre Arbeit lesen sie hier

 

 

Foto: Globo

Am Freitag, dem 29. September um 19 Uhr wird Omar Hurtado aus Kolumbien bei uns zu Gast sein. Er produziert Replikate des Goldschmucks aus dem Museo de Oro in Bogotá, die wir über GLOBO beziehen. Während der Rundreise wird er über die positiven Perspektiven sprechen, die durch den Fairen Handel in seiner Region entstanden sind. Näheres lesen Sie hier

 

Packen Sie doch mal einen Geschenkekorb

Im Herborner Weltladen finden Sie eine Auswahl an Körben in verschiedenen Größen und Preisklassen, die Sie beliebig bestücken können. Wir haben einige Ideen für Sie zusammengestellt.

Südafrika zu Gast im Weltladen

Die Referentin Cristina Pflaum, Fair-Handels-Beraterin Hessen, hat 2015 an einer Bildungsreise zu Fair-Handels PartnerInnen in Südafrika und Swaziland teilgenommen und berichtet von ihren Eindrücken.

Die Auswahl an fair produziertem Kunsthandwerk aus Südafrika und Swaziland ist groß.

Woher stammt die Idee für das Produkt. Wie wird es hergestellt und wer ist daran beteiligt? Was sind die Wirkungen des Fairen Handels für die ProduzentInnen?

Worin liegen Chancen und Grenzen? Vorgestellt werden u.a. Keramikprodukte aus Kapstadt, Solarlampen aus Johannesburg.

In Ihrem Vortrag wird die Referentin auch auf die aktuelle Situation in Südafrika vor dem Hintergrund der Apartheid eingehen.

Jenseits von Krügernationalpark und Tafelberg  wird so ein anderer Einblick in dieses wunderbare Land und seine Möglichkeiten vermittelt.

Die Veranstaltung findet im Herborner Weltladen statt. Der Eintritt ist frei. Auf Klappstühlen Hockern finden in gemütlicher Atmosphäre bis zu 30 Gäste Platz.