Das ging runter wie Öl – Der Herborner Weltladen lud zum Märchenabend in die Hohe Schule nach Herborn
Am Freitag Abend konnte man wieder die berühmte Stecknadel fallen hören , als Sieglinde Reich auf Einladung des Herborner Weltladens in der Aula der Hohen Schule Märchen aus aller Welt erzählte.
Etwa 70 Zuhörerinnen und Zuhörer lauschten gebannt dem „Ohrenschmaus aus dem Märchenkessel“. Dieses mal drehte es sich in allen Märchen um Essen oder Trinken. Das müssen wir alle und so gibt es auch auf der ganzen Welt Märchen und Geschichten die sich um das Thema Ernährung drehen:
Unterschiedliche Redewendungen bei denen Essen und Trinken eine Rolle spielten , setzen den Rahmen der verschiedenen Märchen. Wenn einem der Magen in der Kniekehle hängt , tut man alles um etwas zu essen zu bekommen. Der alte Mönch in einem der vorgetragenen Märchen ,schafft es mit List sogar eine Steinsuppe zu einem schmackhaften Mahl zu verwandeln.
Ein reicher König , der auf die Butterseite des Lebens gefallen ist, erkennt dass das süßeste Brot der Welt das ist, welches man durch eigener Hände Arbeit erhält. Wohingegen ein Melonenbauer sich sich von einem Offizier des Sultans , die „Butter vom Brot hat nehmen lassen.
Bereits zum 10. Male fand die Zusammenarbeit mit der Märchenerzählerin Sieglinde Reich und dem Herborner Weltladen statt.
Bei einem Glas Tee , passend zu der Redewendung „Abwarten und Tee trinken“ lauschten die BesucherInnen den Märchen von den Inuit bis nach China und Arabien. Eine kleine kulinarische, märchenhafte Weltreise, die großen Anklang fand und mit großem Beifall endete.
Die Bildrechte liegen bei Herborner Weltladen e.V.
Klimawandel. Recycling, Nachhaltigkeit – Themen die derzeit nicht gerade die Schlagzeilen in den Nachrichten bestimmen. Aber nur, weil dies nicht mehr die Topthemen sind, sind diese Themen nicht weniger wichtig. Im Gegenteil: Wenn wir nicht konsequent unser Einkaufsverhalten, unseren Konsum, unser Handeln nachhaltiger gestalten und weniger Ressourcen verbrauchen, weniger klimaschädliche Produkte produzieren wird unsere Welt immer mehr zu einem Ort der ungemütlicher und lebensfeindlicher wird.
Im Weltladen wollen wir unseren Beitrag zu einem nachhaltigen Leben leisten mit Produkten die ökologisch produziert sind, die die aus recycelten Materialien sind und die helfen ein nachhaltigeres Alltagsleben zu gestalten.
z.B. Mit der Nachhaltigkeitskarte für Herborn: Ein Team unseres Ladens hat sich mehrfach getroffen, um relevante Akteure zu recherchieren, Daten zu systematisieren und die Informationen für den Grafiker aufzubereiten. Die Karten werden in Kürze an öffentlichen Stellen, Schulen und touristischen Einrichtungen erhältlich sein.
Im Januar finden Sie in unserem Schaufenster (und natürlich im Laden) viele Beispiele für Produkte aus fairem Handel die nachhaltig produziert sind und Ihren Haushalt nachhaltiger gestalten
Auch in diesem Jahr habe uns die Sternsinger wieder im Weltladen besucht.
Das diesjährige Motto der Aktion: „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ Thema – Kinderarbeit: Die Aktion Dreikönigssingen 2026 bringt den Sternsingerinnen und Sternsingern das Thema Kinderarbeit näher und zeigt, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind. Die Bildungsmaterialien zur Aktion beleuchten weltweite Ursachen von Kinderarbeit und ermutigt Kinder und Erwachsene, sich gegen Kinderarbeit einzusetzen – im eigenen Umfeld, beim eigenen Konsum und durch den Einsatz beim Sternsingen. Jüngste Erhebungen zeigen, wie wichtig dieses Engagement ist. Die Weltgemeinschaft hat ihr Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, nicht erreicht. 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Produkte aus Kinderarbeit gelangen auch in Deutschland in den Handel. Weiterlesen…
Herborner Weltladen e.V stellt Nachhaltigkeitskarte für Herborn vor
Ein Projekt im Rahmen von „Fair in Herborn 2025“ – 10 Jahre Engagement für globale Gerechtigkeit und nachhaltige Lebensstile
Im Rahmen seines 10-jährigen Jubiläums präsentiert der Herborner Weltladen e.V. ein besonderes Highlight: die neue Nachhaltigkeitskarte für Herborn. Das Projekt entstand als zentraler Bestandteil der Aktionsreihe „Fair in Herborn 2025″ und wurde durch das Regionalbudget der Region Lahn-Dill-Bergland gefördert. Die Karte, konzipiert als handlicher Faltplan, macht nachhaltige Geschäfte, Initiativen und Angebote in Herborn sichtbar – vom Weltladen über Second-Hand-Angebote bis hin zu Reparaturdiensten und Leihangeboten.
Ein Jahr(zehnt) voller Engagement und Vielfalt
Das Jubiläumsjahr zum zehnjährigen Bestehen des Vereins war geprägt von einer Vielzahl an Veranstaltungen und Projekten: Eine Ausstellung zeitgenössischer afrikanischer Kunst, eine Schokoladenwerkstatt im Rahmen des Herborner Ferienpasses, der Besuch des Missio-Ausstellungstrucks zum Thema moderne Sklaverei, eine Filmvorführung des Films „Chocolate war“ mit Diskussion sowie die Erstellung der Nachhaltigkeitskarte. „Mit ‚Fair in Herborn 2025′ wollten wir nicht nur auf unser 10-jähriges Bestehen aufmerksam machen, sondern auch konkrete Impulse für eine nachhaltigere Stadtgesellschaft setzen“, erklärt Frank Sträßer, Vorsitzender des Herborner Weltladen e. V.
Die Erstellung der Karte war ein intensiver Prozess: Eine Projektgruppe traf sich siebenmal, um relevante Akteure zu recherchieren, Daten zu systematisieren und die Informationen für den Grafiker aufzubereiten. Drei ehrenamtliche Mitglieder des Vereins investierten über 60 Arbeitsstunden in das Projekt. Die Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Stadtmarketing Herborn, die es ermöglichte den bisherige touristischen Stadtplan als Gestaltungsgrundlage zu nutzen, und der beauftragten Grafikagentur verlief dabei konstruktiv und reibungslos.
Ein Entwurf der Nachhaltigkeitskarte für Herborn wurde am 20. September 2025 während der Fairen Woche im Rahmen des Ökomarktes der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Resonanz der Besucherinnen du Besucher war durchweg positiv. „Viele haben sich gefreut, dass es nun eine Übersicht gibt, die nachhaltige Angebote in Herborn bündelt und leicht zugänglich macht“, unterstreicht Frank Sträßer. Die druckfrischen Karten werden in Kürze an öffentlichen Stellen, Schulen und touristischen Einrichtungen erhältlich sein.
Über den Herborner Weltladen e.V.
Der Herborner Weltladen e.V. setzt sich seit 2015 für fairen Handel, globale Gerechtigkeit und nachhaltige Lebensstile ein. Durch Bildungsarbeit, den Ladenbetrieb am Kornmarkt, Veranstaltungen und Projekte möchte der Verein das Bewusstsein für faire und ökologische Konsumalternativen stärken.
Die Projektgruppe „Nachhaltigkeitskarte Herborn“ ist stolz auf die druckfrischen Taschen-Faltpläne, die nun in Herborn über sozial-ökologische und nachhaltige Initiativen informiert. v.l. Frank Sträßer, Vorsitzender des Herborner Weltladen e.V., mit Brit Neunzerling und Diana Göbel.
Konzert zum Abschluss des Jubiläumsjahres des Herborner Weltladen im Haus der Jugend
Wir haben dieses Jahr mit verschiedenen Veranstaltungen und unterschiedlichen Formaten unser 10-jähriges Bestehen gefeiert. Abschließen möchten wir es mit einem richtigen Kracher.:
Am 08.11. um 20:00 Uhr findet im Haus der Jugend in Herborn ein Konzert mit der Limburger Band „4 Zimmer Küche Bad“ statt.
Seit ihrer Gründung 2017 machen die Rock-Pop-Punker von 4ZKB nun auf sich aufmerksam. „Vier Zimmer Küche Bad“ steht für handgemachte Rockmusik mit deutschsprachigen Texten. Neben zahlreichen Konzerten und ihrer ersten Veröffentlichung „Eigentlich müsste man mal“ leisteten sie im Jahr 2021und mit ihrem zweiten Studio Album „Lasst Liebe regieren“ einen weiteren gelungenen Beitrag zum Thema deutschsprachige Rockmusik. Bereits vor Veröffentlichung rieselte es positive Rezensionen zum neuen Album, welches als eine Symbiose aus Rock-, Punk- und hitverdächtiger Popmusik bezeichnet werden kann. Textlich ist es den Jungs gelungen, sozialkritische und gesellschaftliche Themen in ein mainstreamtaugliches Gewand zu bringen, ohne dabei kitschig zu wirken! 4ZKB lassen die Liebe regieren und bieten in ihrer WG Platz für Jung und Alt, Pop und Rock und vereinen somit alles, was zusammengehört! Ein Konzept mit Zukunft.
4ZKB haben schon auf zahlreichen Demos gegen Rechts im Limburger Raum gespielt und auf Festivals. In Herborn geben Sie ihr Debut.
Im Vorprogramm tritt der Herborner Rapper Kescade vor´s Mikrofon. Er hat schon insgesamt 8 Alben veröffentlicht und ist in der hiesigen Rap-Szene kein Unbekannter. Im Herborner Weltladen übrigens auch nicht.
Der Eintritt beträgt für Menschen unter 18 Jahren 3€ und für ältere 5€.
Wir wollen, dass wirklich jeder und jede der mit uns feiern möchte kommen kann.
Wer sich einstimmen will, kann die Webseiten der Künstler besuchen:
In den letzten Wochen hatten auch wir im Herborner Weltladen im Ladenlokal und bei verschieden Veranstaltungen Unterschriften gesammelt zum Erhalt des deutschen Lieferkettengesetzes. Heut war nun die Übergabe der Unterschriftenlisten an Bundeskanzler Merz. Über 210.000 Menschen haben sich für den Erhalt des Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz ausgesprochen! Herzlichen Dank an alle die Unterschriften gesammelt haben und unterschrieben haben.
Einen Artikel von der Initiative Lieferkettengesetz dazu gibt es hier:
Doch auch auf europäischer Ebene ist die EU-Lieferkettenrichtlinie in Gefahr. Denn nun hat die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen ein sogenanntes Omnibus-Paket vorgeschlagen, das massive Abschwächungen der Richtlinie zur Folge hätte. Am 13. Oktober findet dazu eine Abstimmung im EU-Parlament statt. Deshalb ist jetzt der entscheidende Moment, um mit den Abgeordneten ins Gespräch kommen und deutlich machen: Viele Menschen stehen hinter dem Lieferkettengesetz.
Um dies deutlich zu machen werden jetzt nicht wieder Unterschriften gesammelt . Sondern wir sind aufgefordert unseren EU-Abgeordneten anzurufen und ihm deutlich zu machen wie wichtig ein starkes Lieferkettengesetz , gerade auf EU-Ebene ist. Die Initiative Lieferkettengesetz hat deshalb ein Tool vorbereitet, mit dessen Hilfe man die EU-Abgeordneten anrufen kann. Auf ihrer Website ist alles genau erklärt.
Nur Mut: Rufen wir unsere Abgeordneten an , und teilen Ihnen unsere Interessen mit. Weil es um mehr als Bürokratieabbau geht. Es geht um Menschen und Menschenrechte!
Alle wichtigen Information zu der Aktion sind hier zu finden, incl. einer Schritt für Schritt Anleitung:
Der „Schokoladen-Krieg“ sorgte für große Betroffenheit
Am Mittwoch, den 17.09. zeigte der Herborner Weltladen zusammen mit INKOTA den Film „The chocolate war“ in der Aula der Hohen Schule in Herborn. Auch dieser Filmabend war Bestandteil der Veranstaltungen anlässlich des 10-jährigen Jubiläum des Herborner Weltladen e.V.
Das INKOTA Netzwerk e.V. macht seit mehr als50 Jahren auf globale Missstände aufmerksam und sorgt dafür, dass Politiker*innen und Unternehmen Verantwortung dafür übernehmen.
Gegründet in der damaligen DDR arbeitet der gemeinnützige Verein
mit ihren Partner*innen im Globalen Süden zusammen und unterstützen Menschen in Côte d’Ivoire, El Salvador, Ghana, Guatemala, Indien, Mosambik, Nicaragua und Vietnam bei der Durchsetzung ihre Rechte und auf ihrem Weg zu einer selbstbestimmten Entwicklung.
45 Besucher und Besucherinnen folgten sehr interessiert dem Dokumentarfilm.
Der Film begleitet den US-amerikanischen Anwalt Terry Collingsworth dabei, wie er Beweismaterial sammelt, um Nestlé wegen Beihilfe zur ausbeuterischen Kinderarbeit und -sklaverei auf ivorischen Kakaoplantagen zu verklagen versucht. Als Anwalt von acht ehemaligen Kindersklaven stemmt sich Terry Collingsworth, zusammen mit seinem Kollegen Paul Hoffmann, gegen deren Ausbeutung. Die Anwälte versuchen bereits seit Jahren, dass Nestlé und Cargill für die Sklavenarbeit, die auf den Plantagen gang und gäbe ist von denen die Konzerne ihren Kakao beziehen, zur Verantwortung gezogen werden.
Spannend wie ein Krimi wurde gezeigt, wie Collingsworth vor Ort an der Elfenbeinküste versucht Beweise zu sammeln und in den USA sein Kollege Paul Hoffmann vor Gericht versucht, den Konzernen ihre Mitschuld nachzuweisen. Der Film endet leider mit einer Niederlage vor dem obersten Gerichtshof der USA. Doch die beiden lassen nicht locker.
Trotz der Niederlage ein mutmachender Film, der dazu motiviert, nicht nachzulassen in dem Kampf für Gerechtigkeit.
Nach dem Film nutzen die Zuschauer die Möglichkeit mit der mitgereisten Referentin Frau Diettrich zu diskutieren und Fragen zum Film zu stellen. Es wurde recht schnell klar, dass wirklich fair gehandelte Schokolade ihren Preis hat. Zu finden ist fair produzierte und gehandelte Schokolade vor allem in den Weltläden und anderen nachhaltig wirtschaftenden Läden (z.B. Bio-Läden().
Informationen zur Arbeit von INKOTA finden Sie hier:https://www.inkota.de/
Eine Woche lang stand ein großer LKW mit Auflieger auf dem Schießplatz in Herborn: Eine Welt. Keine Sklaverei prangte ein großer Schriftzug auf dem Auflieger.
Der Herborner Weltladen hatte anlässlich seines 10-jährigen Jubiläums den Missio-Truck nach Herborn eingeladen. Eine Besonderheit war, dass der Truck an zwei Terminen auch für Einzelbesucher*innen zugänglich war. Das ist sonst in der Regel nur bei Großveranstaltungen möglich. Missio stellt den Truck kostenfrei zur Verfügung- die Organisation und Unterbringung der Begleitpersonen wurde durch das Bistum Limburg ermöglicht. In Zusammenarbeit mit dem Johanneum Gymnasium in Herborn wurde die Planung schon im vergangenen Jahr begonnen.
Mehr als 320 Schülerinnen und Schüler des Johanneums und der Comeniusschule konnten, zusammen mit ihren Lehrkräften den interaktiven Truck besuchen, der aus 5 Räumen besteht. Eingebettet war der Truckbesuch für die Schüler*innen in eine Lerneinheit, in der durch die Truckbegleiter das Thema der modernen Sklaverei vertieft wurde.
Im Truck führte ein virtueller Begleiter führte durch die 5 Räume, in denen die unterschiedlichen Facetten heutiger Sklaverei gezeigt wurde. Erschreckend, dass heutzutage mehr Menschen in moderner Sklaverei leben als zu den Hochzeiten der „offiziellen“ Sklavenzeit.
Die Besucherinnen konnten so z.B. einen Einblick bekommen in die Situation der Menschen, die unsere Handys produzieren, auf Kreuzfahrtschiffen arbeiten, in den Minen in den Mica für die Kosmetik Industrie abgebaut wird. Gezeigt wurde die Situation von Kindersklaven auf Kakaoplantagen und die Lebens- und Arbeitsbedingungen der ArbeiterInnen in unseren Schlachthöfen oder auf Teeplantagen.
Vieles war den Besucherinnen unbekannt und es wurden aber auch Möglichkeiten aufgezeigt, was man tun kann. Neben dem bewussten Konsum ist die politische Arbeit sehr wichtig. Es wurde deutlich, wie wichtig ein faires Lieferkettengesetz ist. Auf einer Spiegelwand konnte man seine eigenen Gedanken und Ideen hinterlassen.
Freitag nachmittags und am Samstagvormittag war der Truck für alle Interessierten geöffnet. 50 Personen nahmen sich die Zeit, um sich mit diesem wichtigen Thema zu beschäftigen.
Wir bedanken uns besonders bei den Truckbegleitern Veronica Jung-Salcedo und Benedikt Marchlewitz, Christoph Lixfeld vom Johanneum und Jacqueline Schlesinger-Albert vom Bistum Limburg.
Wer den Truck verpasst hat kann sich unter dem folgenden Link einen Einblick verschaffen:
Am Mittwoch, dem 17. September um 19 Uhr in der Aula der Hohen Schule
Der Dokumentarfilm begleitet den US-amerikanischen Anwalt Terry Collingsworth dabei, wie er Beweismaterial sammelt, um Nestlé wegen Beihilfe zur ausbeuterischen Kinderarbeit und -sklaverei auf ivorischen Kakaoplantagen zu verklagen. Im Film „The Chocolate War“ begleiten die Zuschauer*innen Terry Collingsworth auf Kakaoplantagen, beim Besuch von Kakaohändlern wie Cargill oder zu Institutionen wie der International Cocoa Initiative, die seit Jahren Kinderarbeit im Kakaosektor zu verhindern versucht. Als Anwalt von acht ehemaligen Kindersklaven stemmt sich Terry Collingsworth, zusammen mit seinem Kollegen Paul Hoffmann, gegen deren Ausbeutung. Schließlich gelingt es ihm, dass sein Fall vor dem Obersten Gerichtshof der USA verhandelt wird. Doch gegen die Lebensmittelgiganten mit ihrem Heer von Anwält*innen stehen Collingsworth und sein Kollege Paul Hoffmann vor einer schier aussichtslosen Lage.
Terry Collingsworth verteidigt Menschenrechte seit Jahren anwaltlich. Er hat sich darauf spezialisiert, Fälle gegen große Unternehmen wie Shell, Coca-Cola oder Chiquita vor Gericht zu bringen. Die Filmvorführung erfolgt gemeinsam mit INKOTA . Das INKOTA-Netzwerk e. V. ist eine entwicklungspolitische, unabhängige, gemeinnützige Organisation mit Hauptsitz in Berlin. Gemeinsam mit lokalen Gruppen zeigt INKOTA den Film an vielen Orten in Deutschland.
Im Anschluss an den Film wird die Referentin Stella Diettrich von Inkota bereitstehen, um mit den Zuschauer*innen zu diskutieren: Was sind die Ursachen dafür, dass ausbeuterische Kinderarbeit immer noch Alltag auf Kakaoplantagen in Westafrika ist? Welche Verantwortung tragen Schokoladenunternehmen in Deutschland für das Problem? Und was hat sich seit Einführung des deutschen Lieferkettengesetzes getan?
Diese Veranstaltung wurde möglich durch eine Förderung des Regionalmanagement Lahn Dill Bergland.